Scrabble wird Opfer des Genderwahns Hersteller ergänzt Klassiker mit "*in"-Spielstein

Von Mario Martin

Sie kennen es: Sie sitzen mit der Familie am Wohnzimmertisch und spielen Scrabble. Sie sind aufgeregt, denn ein “E” erlaubt es Ihnen das Wort “Gewinner” anzulegen. Scrabble, 50 Punkte extra! Zwar erreichen Sie nicht ganz den Rand des Bretts, wo ein saftiger Dreifachbonus den Triumph legendär gemacht hätte, aber die 61 Punkte für „Gewinner“ (und die 5 Punkte für das Wort, an das sie angelegt haben) sind auch nicht zu verachten.

Sie notieren die Punkte und lehnen sich zufrieden zurück. Das sollte für den Sieg ausreichen. Hinter Ihnen an der Reihe ist nur noch ihre Schwester, mit der Sie in letzter Zeit nicht das beste Verhältnis haben. Sie engagiert sich bei „Omas for Future“ und kritisiert seitdem häufig Ihren Fleischkonsum, Ihren heißgeliebten BMW und eben auch Ihre Sprache. Diese sei ein Werkzeug der Unterdrückung von Minderheiten. Insbesondere sie als Frau leide vehement unter der sprachlichen Gewalt.

Jetzt ist sie an der Reihe und hat bereits ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Ihre Schwester ist ebenfalls nervös. Es folgt, womit Sie nicht gerechnet haben: Eifrig nimmt sie nur einen Spielstein von ihrer Ablage und legt diesen an Ihr hart erarbeitetes Wort “Gewinner” an.

Eine Weiterführung des Wortes – und die damit verbundene Nutzung des Dreifachbonus – hatten sie ausgeschlossen, da das Anfügen eines einzelnen Buchstaben an das Wort “Gewinner” kein korrektes Wort ergibt und somit der Bonus nicht erreichbar war. Sie trauen ihren Augen nicht, denn nun steht dort “Gewinner*in”.

Sie protestieren: Selbstgemachte Erweiterungen des Spiels sind nicht zulässig.

Aber ihre Schwester kontert: Sie hätte den Stein nicht selbst gebastelt, sondern über den Hersteller bestellt. Dieser hat kürzlich die Möglichkeit bekannt gegeben, sich kostenlos einen neuen Stein bestellen zu können, auf dem „*in“ gedruckt ist. Der Hersteller hat sogar offiziell die Regeln angepasst.

Es verschlägt Ihnen die Sprache. Wieder mal überholt die Realität die Satire. Paralysiert zählen Sie die Punkte zusammen. Aus den 11 Punkten für “Gewinner” werden mit dem “*in” nun 21 für Ihre Schwester, da der Gender-Spielstein satte 10 Punkte bringt. Zerknirscht zählen Sie mit dem Dreifachbonus 63 Punkte für Ihre Schwerster. Ihr Sieg ist passé.

Dann teilt Ihnen die Schwester noch mit: Der neue Spielstein mit dem Gendersternchen sei „ein sichtbares Zeichen dafür, dass sich die Spielregeln in der Gesellschaft verändert“ hätten.

Der Konzern Mattel möchte damit einen „Diskurs über den aktuellen Sprachwandel“ anregen. Man wolle die eigene „Reichweite nutzen, um zu zeigen, dass durchs Gendern niemand Nachteile hat“, berichtet ihre Tochter.

Da ihre Schwester schon ahnt, dass sie vorhaben, den neuen Spielstein heimlich verschwinden zu lassen, entfernt sie den Stein aus dem Spiel und erklärt, sie wolle ihn bis zur nächsten Partie sicher verwahren.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Mario Martin ist Ökonom und arbeitet als Software-Projektmanager in Berlin.

Bild: Scrabble_Genderstein, Mattel Media
Text: mm

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