Spahn oder nicht Spahn? Das ist hier die Frage Stimmen Sie ab

Kennen Sie das auch, dieses Gefühl, wenn man ein Ziel vor Augen hat, sich dem dann endlich erschöpft nähert, wie bei einem Langstreckenlauf – und dann dieses Ziel plötzlich wieder verschwindet und verlegt wird, nach weiter hinten? So etwa fühlte ich mich heute in der Bundespressekonferenz: Ich ging fest davon aus, dass es die letzte war vor Ostern und ich eine Woche Auszeit habe. Von den Konferenzen nur, nicht von der Arbeit natürlich, die Seite will bestückt sein; aber doch zumindest ein Hauch von Verschnaufpause. Und dann entdeckte ich während der Bundespressekonferenz eine Benachrichtigung, dass morgen noch kurzfristig ein neuer Termin angesetzt ist: „Impfstart in den Hausarztpraxen“. Mit Jens Spahn (aber ohne RKI-Chef Lothar Wieler). Ja, ich weiß, 11 Uhr ist eine humane Zeit – aber wenn man meistens bis 4 Uhr morgens durcharbeitet und dann noch eine Anfahrt hat, ist es, offen gestanden – und sehr diplomatisch ausgedrückt – nichts, was einen in Begeisterung versetzt. Zumal man ja nie weiß, ob man überhaupt dran kommt mit einer Frage, und umsonst da war, wenn man kein Glück hat – dann hätte man sich alles auch von zu Hause aus ansehen können.

Anderseits sehe ich es als meine Pflicht an, für Sie zu berichten. Und da Sie, liebe Leserinnen und Leser, ja sozusagen meine Arbeitgeber sind, überlasse ich Ihnen die Entscheidung. Wenn Sie mehrheitlich der Ansicht sind, ich solle morgen in den nicht allzu süßen Apfel beißen, mein Glück versuchen, und in die Bundespressekonferenz radeln, dann werde ich das machen. Versprochen. Wenn Sie dagegen mehrheitlich sagen, ich soll es mal ruhiger angehen, mir die Bundespressekonferenz in Ruhe von zu Hause aus ansehen und dann darüber wie gewohnt berichten, aber eben ohne die Chance auf eine eigene Frage, dann werde ich versuchen, mich daran zu halten (wenn mich nicht morgen früh die Arbeitssehnsucht übermannen sollte und/oder ich mich schlafwandlerisch aufs Fahrrad schwinge).

Bitte kreuzen Sie unten an, was Ihr Auftrag an mich ist, als meine Arbeitgeber. Und sehen Sie sich mein Video von der heutigen Bundespressekonferenz an – ich finde, es ist überaus sehenswert. Vor allem die Frage an Merkels Sprecher Seibert, warum er keine Maske trägt, während ich sogar eine FFP2-Maske tragen muss (hier geht es zum Video).

Als Leser von reitschuster.de wünsche ich mir, dass Sie am Donnerstag

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Bild: Boris Reitschuster
Text: red


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