Umfragen zu Sonderrechten für Geimpfte – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen Erstaunliche Abweichungen in den Resultaten

Kanzleramtsminister und Merkel-Intimus Helge Braun war der Vorreiter. Man könnte ihn auch als Wellenbrecher bezeichnen. Im Juli schlug er zum Thema Corona vor, dass ungeimpfte Personen weniger Freiheiten zurückerhalten sollen als geimpfte. Ich habe das Meinungsforschungsinstitut INSA gebeten, in einer Umfrage festzustellen, was die Menschen in Deutschland von solch einer Regelung halten. INSA hat dazu Anfang August 2.079 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren per Telefon und Online befragt. Sie sollten ihre Meinung zu folgender These angeben: „Ich fände es richtig, wenn nicht gegen Corona geimpfte Personen weniger Freiheiten zurückerhalten als geimpfte Personen, wie dies Kanzleramtsminister Helge Braun vorschlägt.“ Erstaunlich ist, wie sehr das Ergebnis von dem Resultat einer anderen Umfrage abweicht, die breit durch die Medien ging – vom Institut Civey. Mehr zu dieser Umfrage und dem Institut weiter unten.

 

Die absolute Mehrheit von 52 Prozent der Befragten ist dafür, dass Ungeimpfte weniger Freiheiten zurückerhalten sollen als Geimpfte. Lediglich 28 Prozent der Befragten sind eindeutig gegen entsprechende Regelungen. Das heißt, dass die Mehrheit eine Einteilung der Menschen in zwei Klassen befürwortet. Inwieweit dies eine Folge der massiven Propaganda solcher Ideen in den großen Medien ist, kann aufgrund der Umfrage leider nicht festgestellt werden.

 

Interessant ist auch die Verteilung der Antworten nach Alter. Je fortgeschrittener das Alter der Befragten, umso mehr steigt der Anteil derjenigen, die der Unterscheidung zustimmen: von 39 Prozent bei den 18- bis 29-Jährigen auf 65 Prozent bei den ab 60-Jährigen.

 

Befragte aus dem Westen Deutschlands sind häufiger für die Unterscheidung als Befragte aus dem Osten Deutschlands (54 zu 45 Prozent).

 

Während Befragte mit Migrationshintergrund gespalten sind, ob sie dem Prinzip von unterschiedlichen Freiheiten zustimmen sollen oder nicht (39 Prozent dafür, 35 Prozent dagegen), sind Befragte ohne Migrationshintergrund deutlich für den Vorschlag von Helge Braun (55 zu 27 Prozent).

 


Lediglich AfD-Wähler sind absolut-mehrheitlich gegen die Unterscheidung nach Impfstatus bei der Frage nach Freiheiten (64 zu 29 Prozent). Wähler der anderen Parteien sind allesamt mehrheitlich für solch eine Regelung (48 bis 66 Prozent).

Wie so oft bei Umfragen ist auch in diesem Fall alles eine Frage der Interpretation. Einerseits könnte man sagen, dass mit 52 Prozent der Menschen in Deutschland nur eine eher knappe Mehrheit die Sonderrechte für richtig hält. Betrachtet man den Dauerbeschall dafür in den Medien, wirken die 52 Prozent eher noch bescheiden. Andererseits sind es aber nur 28 Prozent, die sich gegen die Bevorzugung von Geimpften aussprechen – 13 Prozent antworteten mit „ich weiß nicht“, sieben Prozent machten keine Angabe. Man könnte das vielleicht als Indiz dafür werten, dass hier die massive Propaganda auf der einen Seite und das Gerechtigkeitsempfinden vieler Menschen diametral aufeinandertreffen.

Spannend ist auch, dass ebenfalls Anfang August das Meinungsforschungsinstitut Civey in einer Umfrage, die breit durch die Medien ging, zu deutlich anderen Ergebnissen kam. Knapp drei von vier Befragten (72,8 Prozent) sprechen sich nach Angaben von Civey dafür aus, dass Geimpfte mehr Rechte haben sollten als Ungeimpfte. Nur 22,4 Prozent waren dagegen, der Rest unentschieden. Das Start-Up Civey wurde über die stadteigene Investitionsbank Berlin mit einem Startkapital in Höhe von 1,7 Millionen Euro sowie Mitteln des EU-Fonds für Regionalentwicklung in ungenannter Höhe von Gerrit Richter, einem früheren Mitarbeiter des SPD-Finanzministers Hans Eichel, gegründet und wird von ihm bis heute geleitet, wie Tomas Spahn auf TE schrieb: „Auch andere Mitstreiter mit SPD-Nähe finden sich bei Civey: So wird Autorin Kathy Meßmer als frühere Beraterin des SPD-Parteivorstandes und der Parteilinken Gesine Schwan ausgewiesen, den Beirat des Unternehmens leitet die ehemalige SPD-Bundesministerin Brigitte Zypries. “Lesen Sie dazu auch meine Artikel „Zahlen-Zauber gegen Corona-Demonstranten?“ sowie „Hocus Pocus Fidibus, und fertig ist die Umfrage?“

Interessant, dass Institute wie Civey und auch andere, denen Sympathien für die Regierung nachgesagt werden, so oft Umfrage-Ergebnisse liefern, die genau ins Narrativ von Merkel & Co. passen. Da die Menschen bekanntlich dazu neigen, sich an der Mehrheit zu orientieren, wird auf diese Weise massiv die Stimmung im Land geprägt.


Diese Umfrage haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit Ihrer Unterstützung ermöglicht. Realisierbar ist dieses Gegenhalten gegen die Meinungs-Monokultur und das betreute Informieren in den großen Medien nur mit Ihrer Unterstützung! Helfen Sie mit, setzen Sie einen Akzent gegen das Framing: direkt hier via Paypal oder Überweisung (DE70 6003 0100 0012 5710 24,). Verwendungszweck: Meinung ohne Framing.



Bild: Shutterstock
Text: red


mehr INSA-Umfragen auf reitschuster.de:

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

Meine Seite, erst im Dezember 2019 gestartet, hatte allein im Mai 2021  17,5 Millionen Klicks. Und sie hat mächtige Feinde. ARD-Chef-“Faktenfinder” Gensing hat mich verklagt. Immer wieder gibt es Abmahnungen, etwa von linken Aktivisten. Ihre Hilfe ist deshalb besonders wertvoll! Mit jedem Euro setzen Sie ein Zeichen, ärgern gebühren-gepolsterte “Haltungs-Journalisten” und leisten einen wichtigen Beitrag, Journalismus ohne Belehrung und ohne Ideologie zu fördern – und millionenfach zu verbreiten. Ganz herzlichen Dank!


Meine neue Bankverbindung: Bankhaus Bauer, DE70 6003 0100 0012 5710 24, BIC: BHBADES1XXX (das alte Konto bei N26 wurde gekündigt).


Mein Paypal-Konto: Paypal.me/breitschuster.


Bitcoin: Empfängerschlüssel auf Anfrage.


Möglichkeiten für eine Patenschaft finden Sie hier.

 

Unterstützen Sie meine Arbeit