Vergleich von Corona und Grippe – würde Wieler bei Youtube gelöscht werden? Überraschende Aussagen

Es waren ganz ungewohnte Töne, die der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Mittwoch auf der Bundespressekonferenz anschlug. Bisher galt jeder als verdächtig, der Corona mit der Grippe vergleicht. Auf Youtube droht für solche Vergleiche sogar die Löschung und Sperrung. Und dann das! Der Corona-Grippe-Vergleich kommt nun ausgerechnet von Lothar Wieler (60). Beide Krankheiten hätten „viele Gemeinsamkeiten“, so der gelernte Tierarzt vor der versammelten Hauptstadtpresse. Beide Atemwegs-Infektionen würden sich „überall dort verbreiten, wo Menschen zusammenkommen“. Und beide seien „für ältere Menschen und auch für chronisch kranke Menschen ein Risiko“.

Das Irre: Während Kritiker der Corona-Maßnahmen mit dem Vergleich von Grippe und Corona in der Regel begründen wollen, dass die neuere von beiden Krankheiten gar nicht so gefährlich sei, war es bei Wieler genau umgekehrt. Er nutzte den Vergleich, um erneut die Alarmsirene zu betätigen und eine neue Horror-Warnung unter das Volk zu bringen: „Wenn viele COVID-19- und viele Grippe-Erkrankte gleichzeitig auftreten, dann werden die Krankenhäuser massiv belastet.“ Deshalb, so Wieler, müssten die Maßnahmen fortgesetzt werden.

Wie bitte? Noch im Frühjahr sagte der RKI-Chef auf meine Frage auf der Bundespressekonferenz hin, dass es kaum Grippe-Erkrankungen in diesem Winter gegeben habe, weil die Hygienemaßnahmen so gut wirken würden. Was bitte hat sich dann geändert? Warum soll dieser Mechanismus nun plötzlich nicht mehr funktionieren? Das erklärte Wieler nicht.

Interessant: Gesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich deutlich zurückhaltender als der Chef seiner obersten Bundesbehörde. Dabei machte auch er Aussagen, für die man kürzlich noch als Corona-Leugner diffamiert zu werden drohte: Schon vor Corona sei das Gesundheitssystem an seine Grenzen gekommen, es habe „milde Grippewellen und sehr heftige Grippewellen mit sehr starker Belastung der Intensivstationen“ gegeben. Wie bitte? Hinweise darauf galten bis vor kurzem noch beinahe als Ketzerei.  

Bereitet sich da jemand schon auf die Oppositionsrolle vor? 

Kaum einem großen Medium fielen die beiden „Bomben“ auf. Eine lobenswerte Ausnahme war die „Bild“. Die machte eine große Schlagzeile daraus. Und als ich die heute kurz vor Mitternacht las, sagte ich mir: „Das musst du noch aufgreifen, auch wenn es dich wieder einigen Schlaf kostet.“ Ich bitte deshalb, mir Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler nachzusehen. Meine Korrektoren aus meinem wunderbaren Team werden sie bald wegzaubern.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!
 
Bild: Boris Reitschuster (Archivbild)
Text: br

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