A Taste Of ALDI: Üble Hetze gegen Kinder Discounter bietet Feministin Plattform zur Projektion ihres Selbsthasses

Von Kai Rebmann

Seit dem 14. April 2022 ist auf dem neuen Youtube-Kanal A Taste of ALDI ein neues Format „mit lustigen und emotionalen“ Gesprächen und „natürlich leckeren Gerichten“ zu sehen. Wer jetzt gedacht hat, bei „A Taste Of“ würde es sich um eine Kochsendung handeln, in der die Produkte des Discounters beworben werden, der sieht sich gewaltig getäuscht. Denn schon in der zweiten Folge des Formats, das vorgibt, ein „Realtalk“ sein zu wollen, wurde deutlich, welche Zielgruppe ALDI Nord mit diesen Videos bedienen will. „Mit jeder einzelnen Folge von A Taste Of möchten wir die Marke ALDI Nord mit den Themen der Gen Z zusammenbringen und ihnen eine Plattform bieten. Dazu werden wir auch immer wieder spannende Persönlichkeiten einladen, die ihre ganz unterschiedlichen Geschichten mitbringen“, wie es in einer Pressemitteilung des Discounters heißt.

Die „spannende Persönlichkeit“, die diese ihr von ALDI Nord gebotene Plattform am vergangenen Donnerstag dankbar nutzte, war die 28-jährige Ida Marie aus München, die zu Beginn des Videos als „Feministin, Aktivistin und Influencerin“ vorgestellt wird. Als Gastgeber fungiert der schon mehrfach als militanter Veganer aufgefallene Theo Carow, der jede passende und unpassende Gelegenheit nutzt, um seine lackierten Fingernägel in die Kamera zu strecken. Politisch ganz korrekt bereiten die beiden in dieser Folge von A Taste Of eine vegane Tofu-Bowl zu und unterhalten sich währenddessen darüber, warum Ida Marie auf keinen Fall Kinder bekommen will. Was die gebürtige Niedersächsin in dem rund 15-minütigen Video zu diesem Thema zu sagen hat, lässt einem die Haare zu Berge stehen und hoffen, dass es sich hierbei nur um eine verwirrte Einzelmeinung aus den Reihen der Generation Z handelt, der Ida Marie laut gängiger Definition nicht einmal angehört.

Feministin vergleicht Kinder mit Hunden, Aliens und Tattoos

Bereits am 20. Juni 2021 hat die „Influencerin“ ihren 373 Followern auf Twitter ihr menschenverachtendes Weltbild mitgeteilt: „Einen Hund haben ist wie ein Kind haben, nur besser, weil er dir keine hässlichen Bilder malt, die du an den Kühlschrank hängen musst.“ Dass es bei Ida Marie auf der nach unten offenen Niveau-Skala auch noch deutlich tiefer geht, stellte sie dann am vergangenen Donnerstag bei A Taste Of unter Beweis. Während die beiden am Tisch sitzen und das Gemüse für ihre Tofu-Bowl schnippeln, fragt die Wahl-Münchnerin ihren Gastgeber, ob er den Film Alien kenne. „Wo das Alien so in ihr drin ist und sich von ihr miternährt. Ich finde diese Vorstellung komplett gruselig.“ Um zu unterstreichen, wie sehr sie der Gedanke an das im Bauch einer Mutter entstehende Leben anwidert, verkrampft Ida Marie ihre Hände zu imaginären Klauen und tut so, als müsse sie sich jeden Moment übergeben. Für Schwangere könne sie daher „kein tiefes Verständnis“ aufbringen. Dass Theo Carow jederzeit in der Lage ist, sich dem unterirdischen Niveau seiner Gesprächspartnerin anzupassen, zeigt der ALDI-Moderator etwa in der Mitte des Videos, als er den Zuschauern mitteilt: „Kinder zu haben, ist glaube ich hochgradig scheiße.“ Unfassbar!

Ida Marie, die eigenen Angaben zufolge schon als Achtjährige gewusst haben will, dass sie niemals Kinder bekommen wolle, prangert in der aktuellen Folge von A Taste Of auch die allgemeine „Romantisierung“ des Kinderwunsches an. Wichtig sei, „dass man es nicht zu krass romantisiert, dass man da nicht so die Film-Collage im Kopf hat, quasi so Musik im Hintergrund, und ich mit diesem Kind, wie ich ihm mein Wissen vermittle und im Hintergrund strahlt noch so Licht rein.“ Dass es in Deutschland trotzdem noch Familien gibt, die sich ein Leben mit Kindern sehr gut vorstellen können, liegt nach Einschätzung der Feministin an einer „Standard-Einstellung“ in der hiesigen Gesellschaft. Man müsse dabei zwischen den Leuten unterscheiden, „die das wirklich, wirklich wollen, und zwischen denen, die quasi nie darüber nachgedacht haben. Also es ist ja so eine Standard-Einstellung.“ Sie frage sich in diesem Zusammenhang, „wieviel Leute noch Kinder kriegen würden, wenn quasi die Einstellung andersrum wäre – wie so’n Tattoo. Die Grundeinstellung ist erstmal, du hast keins, und nur wenn du dir wirklich, wenn du es richtig dolle willst, dann machst du das Gegenteil, nämlich dir ein Tattoo machen.“ Man könne das in ihrem Fall damit vergleichen, dass sie einen Hund habe, um den sie sich auch ständig kümmern müsse. Wenn sie dann aber einmal in diese Augen schaue, denke sie sich: „Oh, mein Gott, ohhhh, mein Gott – das war das alles wert.“ Vielleicht sollte Ida Marie mal ein Neugeborenes in den Arm nehmen und in die Augen eines Babys schauen…

Will ALDI sich bei der LGBTQ-Community wieder anbiedern?

Die Motive von ALDI Nord, ein Video mit einem derart verstörenden Inhalt zu veröffentlichen, geben Rätsel auf. Selbst ein flüchtiger Blick in den Kommentarbereich genügt, um festzustellen, dass zumindest diese Folge von A Taste Of bei den potenziellen Kunden des Discounters alles andere als gut angekommen ist. ALDI Nord sah sich inzwischen sogar dazu genötigt, einen eigenen Hinweis anzupinnen, in dem es heißt: „Hallo liebe Community wir möchten uns mit ein paar Worten an euch wenden. Mit diesem Video möchten wir weder provozieren, noch jemanden schaden. Wir möchten verschiedene Perspektiven und Einstellungen beleuchten. Auch Formate zu Familien haben bei uns bereits stattgefunden und werden dies zukünftig auch weiterhin. Wir sind für ALLE da und bei uns sind alle willkommen! In unserem A Taste Of-Format behandeln wir immer mal wieder gesellschaftliche Themen ohne diese bewerten oder uns zu positionieren. Bitte bleibt respektvoll in den Kommentaren und beleidigt niemanden. Viele Grüße und bleibt gesund, euer ALDI Nord Team“.

Kurz vor Weihnachten 2021 hat ALDI Süd mit einer Werbekampagne für helle Aufregung und Schnappatmung in der LGBTQ-Community gesorgt. Die Marketingstrategen des Discounters hatten es gewagt, eine fünfköpfige Möhrenfamilie zu entwerfen, die den Kunden das Weihnachtsangebot präsentieren sollte und zudem als Plüschfiguren käuflich erworben werden konnte – Kai und Karla Karotte zusammen mit ihren drei Kindern Michel, Merle und Mia. Das zur Funke Mediengruppe gehörende Portal wmn bezeichnete dieses Familienbild – Vater und Mutter zusammen mit ihren gemeinsamen Kindern – als „problematisch“ und stellte die Frage, ob das „eigentlich noch zeitgemäß“ sei. Dieses klassische Familienbild gehöre „nach Ansicht vieler Menschen aus den jüngeren Generationen in die Vergangenheit“, war sich das Portal damals sicher.

Ist die aktuelle Folge von A Taste Of also eine Art Wiedergutmachung von ALDI Nord für den vermeintlichen „Affront“, den sich ALDI Süd vor wenigen Monaten gegenüber der LGBTQ-Community geleistet hat? Ida Marie aus München ist ein weiteres trauriges Beispiel für die Vertreter einer egozentrischen Generation, die sich ein Leben außerhalb ihrer „woken“ Blase, sprich in der realen Lebenswirklichkeit, einfach nicht mehr vorstellen können und wollen. Dazu passt die Antwort der 28-jährigen auf die ihr gestellte Frage, ob sie erwachsen sei. „Ich glaube, dass du nie so richtig erwachsen wirst“, spricht Ida Marie das in ihrem Fall mehr als Offensichtliche aus. Wohl auch, um nicht als völlig empathieloses Wesen dazustehen, bezeichnet die Feministin gegen Ende des Videos ausgerechnet die „Liebe“ als das größte Glück im Leben. Sie wolle „halt das Leben einfach genießen“. Und obwohl Ida Marie ihrer offenen Abneigung gegenüber Kindern bei A Taste Of freien Lauf gelassen hat, betont sie, dass sie sich die Adoption eines Kindes durchaus vorstellen könne. Allein bei dem Gedanken daran, dass dieser Frau jemals ein Kind anvertraut werden könnte, muss es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen.

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: Screenshot Video ALDI Nord
Text: kr

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