Signifikante Zunahme leichter Nebenwirkungen nach Booster-Impfung US-Studie weist auf mehr Meldungen von Nebenwirkungen nach Booster hin

Von Kai Rebmann

Die Hinweise auf eine immer stärker nachlassende Wirkung der Corona-Impfung bei jedem weiteren Booster häufen sich und werden inzwischen auch von führenden Experten bestätigt. Erst vor wenigen Tagen hat reitschuster.de über entsprechende Äußerungen des Immunologen Prof. Dr. Andreas Radbruch berichtet. Es gilt inzwischen als gesichert, dass der maximale Schutz gegen das Corona-Virus mit der dritten Impfung erreicht wird und bei allen weiteren Spritzen kaum noch eine nennenswerte Wirkung zu beobachten ist.

Vergleichsweise wenig bekannt ist dagegen bisher über die Nebenwirkungen der Booster-Impfung gegen Corona, da breit angelegte Studien zu dieser Frage aktuell kaum vorhanden sind. Ein Forscherteam von der Mayo Clinic in Rochester (USA) um Andrew Badley hat jetzt eine solche Studie veröffentlicht, in deren Rahmen die Daten von 47.999 Patienten der Krankenhäuser der Mayo Clinic Enterprise ausgewertet wurden. Zu den wichtigsten Erkenntnissen dieser Studie gehört, dass die Wahrscheinlichkeit von schweren Nebenwirkungen (z.B. Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündungen) nach dem Booster im Vergleich zu den ersten beiden Impfungen wohl nicht erhöht wird, dafür aber eine signifikante Häufung von leichten Nebenwirkungen wie z.B. Übelkeit, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit oder Durchfall festgestellt wurde.

Nach der zweiten Impfung klagten rund 20 Prozent weniger Studienteilnehmer über leichte Nebenwirkungen, als dies nach dem Booster der Fall war. Dabei handelt es sich um eine atypische Immunreaktion des Körpers, da die Nebenwirkungen üblicherweise mit jeder weiteren Auffrischungsimpfung weniger stark bzw. weniger häufig auftreten sollten. Bei konventionellen Impfstoffen wird das bei der Auffrischung verimpfte Antigen vom Körper schnell erkannt, da das Immunsystem durch die vorherigen Impfungen bereits über entsprechende Antikörper verfügt und auf diesen Erreger trainiert wurde. Beim Corona-Booster scheint es nun so zu sein, dass zum Zeitpunkt der Auffrischung nur noch eine geringe Anzahl an Antikörpern vorhanden ist, so dass das Immunsystem „von vorne“ beginnen muss. Die Autoren der Studie räumen in der Zusammenfassung ihrer Arbeit ein, dass Risiken und Nebenwirkungen im Zusammenhang mit zusätzlichen Impfstoff-Dosen in ihrer Gänze derzeit noch nicht gut verstanden werden.

Nebenwirkungsfreie Impfung längst als Mythos entlarvt

An dieser Stelle wurde schon mehrfach und ausführlich über Nebenwirkungen der Corona-Impfung berichtet. Dabei wurde unter anderem das von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) verbreitete Narrativ der „nebenwirkungsfreien Impfung“ als Mythos entlarvt und das wachsende Interesse des Mainstreams an Impfnebenwirkungen gewürdigt. Zahlreiche Hausärzte, Wissenschaftler und Vertreter von Krankenkassen gehen inzwischen von einer massiven Untererfassung von Impfschäden durch das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) aus.

Im Rahmen ihrer Studie wurden den Forschern der Mayo Clinic Rochester von ihren Probanden nach der Booster-Impfung die folgenden leichten Nebenwirkungen gemeldet:

  • Müdigkeit: 2.360 Personen = 4,92 Prozent (nach der zweiten Impfung: 995 Personen = 2,07 Prozent)
  • Übelkeit: 1.259 Personen = 2,62 Prozent (979 Personen = 2,04 Prozent)
  • Kopfschmerzen: 1.185 Personen = 2,47 Prozent (992 Personen = 2,07 Prozent)
  • Gelenkschmerzen: 1019 Personen = 2,12 Prozent (816 Personen = 1,70 Prozent)
  • Muskelschmerzen: 956 Personen = 1,99 Prozent (784 Personen = 1,63 Prozent)
  • Durchfall: 817 Personen = 1,70 Prozent (595 Personen = 1,24 Prozent)
  • Fieber: 533 Personen = 1,11 Prozent (391 Personen = 0,81 Prozent)
  • Erbrechen: 528 Personen = 1,10 Prozent (385 Personen = 0,80 Prozent)
  • Schüttelfrost: 224 Personen = 0,47 Prozent (175 Personen = 0,36 Prozent)

38.094 Probanden (= 79,4 Prozent) hatten den Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten, 9.905 Probanden den Impfstoff von Moderna. Der Altersmedian in der Biontech-Gruppe lag bei 67,4 Jahren (52,5 bis 67,5 Jahre), in der Moderna-Gruppe bei 67,7 Jahren (59,5 bis 73,9 Jahre). Die Biontech-Gruppe bestand zu 57,3 Prozent (21.835 Probanden) aus Frauen, die Moderna-Gruppe zu 51,5 Prozent (5.099 Probanden).

Besonders auffällig ist, dass die Anzahl der von den Studienteilnehmern gemeldeten leichten Nebenwirkungen nach dem Booster im Vergleich zur zweiten Impfung gegen Corona ausnahmslos in allen untersuchten Kategorien zugenommen hat. Man mag nun anführen, dass die oben beschriebenen Beschwerden auch im Zusammenhang mit anderen Impfungen oder auch aus ganz anderen Gründen auftreten können. Der wichtige Unterschied besteht jedoch darin, dass bei der Auffrischungsimpfung gegen Corona eine Zunahme der leichten Nebenwirkungen festgestellt wurde, obwohl aufgrund der Erfahrungen mit über Jahrzehnte erprobten Impfstoffen eine Abnahme zu erwarten gewesen wäre. Darüber hinaus wird wohl niemand – auch nicht Herr Drosten oder Herr Lauterbach – guten Gewissens behaupten können, dass er heute schon alles über Corona weiß, was sowohl für das Virus selbst als auch die Impfung dagegen gilt.

Altersmedian der Corona-Toten in Deutschland liegt bei 83 Jahren

Laut dem aktuellen Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom 14.4.2022 (Seite 20) liegt der Altersmedian der in Deutschland an und mit Corona verstorbenen Menschen bei 83 Jahren, also über der durchschnittlichen Lebenserwartung. Seit Beginn der Erfassung in der KW 10/2020 waren demnach 111.810 (= 84,5 Prozent) der Corona-Toten 70 Jahre oder älter. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der oben beschriebenen Studie und vor allem dem Fehlen von Informationen über die langfristigen Auswirkungen auf den menschlichen Körper und insbesondere unser Immunsystem, muss die Sinnhaftigkeit immer neuer Corona-Impfungen mit völlig neuen Impfstoffen ernsthaft infrage gestellt werden.

Insbesondere die Gruppe der 0- bis 34-Jährigen ist im Diagramm des RKI-Wochenberichts optisch überhaupt nicht wahrnehmbar. Und auch nahezu alle Balken der Gruppe der 35- bis 59-Jährigen bewegen sich eher im Promillebereich und spielen in Bezug auf das Sterbegeschehen im Zusammenhang mit Corona praktisch keine Rolle. Die vom RKI veröffentlichten Zahlen legen also einmal mehr nahe, dass die Sinnhaftigkeit der Corona-Impfung – bei rationaler Abwägung von Nutzen und Risiken – immer weniger gegeben ist, je jünger die potenziellen Impflinge sind.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: nitpicker/Shutterstock
Text: kr

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