Delta-Variante mindestens 10-fach weniger gefährlich als frühere Varianten Erstaunliche Daten aus Großbritannien

Ein Gastbeitrag von Dr. Peter F. Mayer

Seit dem Dezember des Vorjahres hören wir vorzugsweise aus England, dass es neue Varianten gibt. Damit wird in der Regel verbunden, dass sie sich rascher verbreiten und wesentlich gefährlicher, tödlicher und auch jüngere Menschen ansteckend sind. Davon hat sich bisher nichts bewahrheitet – im Gegenteil, von Variante zu Variante wird SARS-CoV-2 harmloser, wie es die seit Charles Darwin bekannten Gesetze der Evolution vorhersagen.

Public Health England analysiert penibel Varianten und deren Auswirkungen auf die Fallsterblichkeit. Bis vor zwei Wochen gab es wöchentliche Berichte, in denen der Delta-Variante eine Fallsterblichkeit von 0,1 % und nach 28 Tagen von 0,3 % attestiert wurde. Hier die Daten aus den Berichten vom 18. und 25. Juni:

Die „Technical Briefings“ Nummer 16 und 17 erregten etwas Aufsehen, da die Fallsterblichkeit (Case Fatality Rate CFR) um den Faktor 14 für die Beta- und um den Faktor 19 für die Alpha-Variante niedriger war. Die Fallsterblichkeit gibt den Prozentsatz von Todesfällen pro bekannten Fällen an.

Nun ist die CFR um ein Vielfaches höher als die Todesrate bezogen auf die gesamten Infektionen (Infection Fatality Rate – IFR), da die überwiegende Mehrheit der COVID-19-Fälle unentdeckt bleibt. Als Verhältnis zwischen entdeckten und tatsächlichen Infektionen findet man unterschiedliche Zahlen – die WHO verwendet den Faktor 20, die US-amerikanische CDC den Faktor 10.

Wendet man das an auf die CFR von 0,1 %, die in den britischen Regierungsdokumenten steht, so kommt man auf eine IFR von 0,005 bis 0,01 %. Das ist auch an den Todesfallzahlen im UK sichtbar, die sich seit Anfang Mai so gut wie nicht mehr bewegen, obwohl der Anteil dieser Variante im UK seit Anfang Mai stark zulegt und Mitte Mai dominierend wurde, damals noch unter dem Namen „indische Variante“, die auf Delta umbenannt wurde.

Damit widersprechen die Daten komplett den Erzählungen der uninformierten Panikpäpste in Deutschland und Österreich, insbesondere auch denen der in Wien.

Public Health England hat den Bericht von voriger Woche ausgelassen und präsentiert heute, 9. Juli 2021, den Bericht Nr. 18 in etwas veränderter Darstellung:

Wir sehen, dass die CFR ohne Zeitangabe ausgelassen wurde. Aber die CFR nach 28 Tagen (Spalte ganz rechts) wurde von bisher 0,3 % auf 0,2 % nach unten revidiert. Umgelegt auf die Infektionssterblichkeit IFR kommen wir also auf einen Wert zwischen 0,01 und 0,02 %. Und das ist noch immer unterhalb jeder noch so milden Grippe und in der Größenordnung der Corona-Erkältungsviren. Übrigens, nach den Daten des vorherigen Berichts ist die CFR bei Geimpften höher als bei Ungeimpften.

„Aber es kommen jetzt die Jungen ins Spital“, erzählen uns die Panikpropheten in Deutschland und neuerdings auch die in Wien. Was sagt Public Health England dazu? Hier:

Und nochmal das Chart schön groß:

Selbst mit einer Lupe lässt sich nicht ausmachen, dass jemand in den Altersgruppen von 0 bis 24 noch ins Spital kam und kommt. Für diese Altersgruppe ist jede Impfung um eine Größenordnung gefährlicher. Schulschließungen im Herbst ohne Impfung sind in keiner Weise durch Daten oder wissenschaftliche Erkenntnis gerechtfertigt, im Gegenteil!

Kennen die Politiker bei uns diese Daten nicht? Oder verstehen sie sie einfach nicht? Diese Daten der englischen Gesundheitsbehörde widersprechen diametral dem, was die Politiker bei uns erzählen. Das sind nicht irgendwelche Modelle. Das sind reale Daten.

Unter dem Strich: Die Delta-Variante ist die harmloseste, die bisher identifiziert wurde. Sie ist harmloser als jede Grippe.

Impfen, Masken, Abstand, Lockdowns, Quarantäne, Tests, Reiseverbote – nichts davon ist auch nur im Geringsten noch zu rechtfertigen.

Es gibt nur mehr eines: ALLES ÖFFNEN!

Dieser Beitrag erschien zuerst auf tkp.at. dem Portal von Dr. Peter F. Mayer, das ich sehr schätze und empfehle.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!
Gastbeiträge geben immer die Meinung des Autors wieder, nicht meine. Ich schätze meine Leser als erwachsene Menschen und will ihnen unterschiedliche Blickwinkel bieten, damit sie sich selbst eine Meinung bilden können.

divider width=“full“] Bild: Shutterstock
Text: Gast

Dr. Peter F. Mayer ist promovierter Physiker und Journalist und betreibt den Blog tkp.at. Er war Herausgeber und Chefredakteur von Telekom-Presse (1999 – 06/2017), Herausgeber vom pfm – Magazin für Infrastruktur und Technologie (2005 – 2010), war in der Chefredaktion von HighTech Presse der Zeitung „Die Presse“ (1994 – 2002) und schrieb unter anderem für „Die Presse“, die „Salzburger Nachrichten“, den ORF und  die Zeitschrift „Profil“.

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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