Jetzt soll Polizei die Freibäder in Deutschland schützen Nancy Faeser und das bittere Erwachen in der Wirklichkeit

Von Kai Rebmann

An Hundertschaften der Polizei, die Weihnachtsmärkte und Volksfeste beschützen müssen, haben sich die Bürger im „besten Deutschland aller Zeiten“ in den vergangenen Jahren ja bereits gewöhnt. Nachdem solche Events in den vergangenen beiden Jahren aber nur noch sehr vereinzelt stattfinden konnten, musste sich die „erlebnisorientierte Partyszene“ ein neues Betätigungsfeld suchen und ist in diesem Sommer offenbar in den Freibädern fündig geworden. Die gewaltsamen Massenschlägereien sind in den vergangenen Wochen derart eskaliert, dass sich Deutschlands oberster Bademeister sogar dazu gezwungen sah, vor dem Besuch im Schwimmbad zu warnen. Er würde schlicht unverantwortlich handeln, wenn er derzeit mit seinen drei Enkelkindern in ein Freibad gehen würde, musste ein sichtlich erschütterter Peter Harzheimer einräumen.

Bis vor wenigen Jahren waren Polizisten allenfalls als Gäste in Freibädern unterwegs und zogen dort ihre Bahnen. Die größten Ordnungswidrigkeiten bestanden im „Einspringen vom seitlichen Beckenrand“ oder wenn es hochkam auch mal in der Missachtung des Mindestabstands auf der Wasserrutsche. Solche Situationen konnten von den Bademeistern in aller Regel sehr souverän gelöst werden. Der Umgang mit gewaltbereiten Mobs, die zuletzt aus bis zu 250 Personen bestanden, ist für die Lebensretter jedoch Neuland, und das nicht nur, weil er während ihrer Ausbildung nicht auf dem Stundenplan stand. Dass es sich bei den Tätern und Rädelsführern der Krawalle in deutschen Freibädern in fast allen Fällen um Besucher mit Migrationshintergrund handelte, war zwar auf den Bildern offensichtlich, wurde von den meisten Medien und Politikern aber erst eingestanden, als es gar nicht mehr anders ging.

Faeser fordert mehr Polizeipräsenz – und wird im Netz abgestraft

Selbst Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), für die der Rechtsextremismus die größte Bedrohung für die Demokratie in Deutschland darstellt, musste jetzt gegenüber Bild einräumen, dass die Gewalt in den Freibädern vor allem vom „migrantischen Milieu“ ausgeht. „Wir leben in einem Staat, in dem man die Dinge klar benennt“, so die auf dem linken Auge für gewöhnlich blinde Genossin. Auch die Bedrohung durch islamistischen Terror erachtet die Faeser neuerdings als „sehr präsent“, weshalb sie dagegen „mit aller Härte des Rechtsstaats“ vorgehen werde.

Wie hart diese Reaktion des Rechtsstaats in aller Regel ausfällt, machte die Innenministerin am Beispiel der sogenannten „Verfassungsschüler“ deutlich, die auf dem Abschlussfoto ihres Jahrgangs mit islamistischen Gesten in die Kameras gegrüßt haben. Diese hätten ihr zuvor erworbenes Diplom inzwischen wieder abgeben müssen, so Faeser. Da hat die Innenministerin aber die ganz große Keule aus dem Schrank geholt und mit Sicherheit ein unmissverständliches Zeichen an die Freibad-Vandalen gesendet.

Aber Nancy Faeser wäre nicht Nancy Faeser, wenn sie nicht gleich die passende Lösung für das Problem mit der in deutschen Freibädern wütenden Partyszene hätte. Mehr Polizei muss her, und zwar so schnell und so viel wie möglich, lautet der revolutionäre Vorschlag der SPD-Politikerin. Anstatt bei den Ursachen anzusetzen und auch diese „klar zu benennen“, will sich Faeser einmal mehr nur um die Symptome kümmern. Je mehr Gewalt aus dem „migrantischen Milieu“, desto mehr Polizei, so lautet die Milchmädchen-Rechnung der ideologisch verblendeten Innenministerin. Und an die Zustände in ihren Freibädern werden sich die Bundesbürger früher oder später schon gewöhnen.

Mit Polizeibadehose und Polizeibadekappe

Auch in den sozialen Medien wird nicht mit Kritik an den sehr kurzsichtigen Lösungsansätzen der Innenministerin gespart. Ein Nutzer sieht die Beamten schon mit „Polizeibadehose, Polizeibadekappe, Polizeibadelatschen und Wasserpistole“ durch die Schwimmbäder patrouillieren. Neben diesem und weiteren, eher ironischen Kommentaren beteiligten sich einige Twitter-Nutzer aber auch mit ernsthaften Beiträgen. Anstatt Polizisten jetzt friedliche Badegäste bewachen zu lassen, müsse eine ehrliche Debatte geführt und das Problem an der Wurzel gepackt werden, lautete eine der Forderungen. Ein anderer Nutzer schrieb: „Polizei in Freibädern ändert nichts an dem Ursprungsproblem. Es sorgt nur dafür, dass das eigentliche Problem ignoriert wird, und das ist die mangelnde Integration.“

Um das dargebotene Meinungsbild zu vervollständigen, gab es aber auch Beiträge, in denen Faeser zwar nicht direkt zugestimmt, aber doch dieselbe Augenwischerei betrieben wurde, die man ansonsten auch und vor allem aus dem Bundesinnenministerium kennt. „Wir brauchen nicht mehr Polizei in Freibädern. Wir brauchen mehr Freibäder, um Überfüllung zu vermeiden. In einer Stadt, wo ein Großteil der Infrastruktur nicht (richtig) funktioniert oder überlastet ist, wird es immer zu Problemen kommen. Diese Stadt platzt aus allen Nähten.“ Welche Stadt gemeint war, blieb in dem Beitrag leider offen. Aber jedenfalls scheint die Verfasserin dieses Tweets jüngeren Alters zu sein, weshalb sie womöglich nicht einschätzen kann, was in deutschen Freibädern bis in die jüngste Vergangenheit hinein als „normal“ galt. Volle bis überfüllte Schwimmbäder hat es gerade in der Hochsaison immer mal wieder gegeben. Dass Familien und ihre Kinder beim Baden aber von professionellen Security-Diensten oder gar der Polizei beschützt werden müssen, ist hingegen etwas ganz Neues.

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.

Bild: Shutterstock
Text: kr

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