Sahra Wagenknecht geht zu #allesaufdentisch Nur Weckruf Richtung Partei oder Anzeichen für politischen Neuanfang?

Von reitschuster.de

Ihre Gegner von außen wie von innen werden sich die Hände reiben und vielleicht behaupten, es ja schon immer gewusst zu haben: Sahra Wagenknecht wechselt auf die dunkle Seite des Mondes, die neue Umlaufbahn sorgt für eine ordentliche Drift.

Die Bundestagsabgeordnete der Partei „Die Linke“ wirft das nächste dicke Steinchen in diesen bald schon ausgetrockneten linken Ideologiesee. Das bringt mutmaßlich die darauf dümpelnden kleinen roten Entchen in Schieflage und sie schnattern gleich wild drauflos, dass es die abtrünnige Wagenknecht nun auch noch gewagt hätte, sich bei #allesaufdentisch an den Tisch zu setzen.

Wir erinnern uns: #allesaufdentisch ist der Nachfolger der so umfassend diffamierten Künster- und Filmemacheraktion #allesdichtmachen. Bei #allesaufdentisch ging es nicht mehr um eine ironische Betrachtungsweise, hier traten die Protagonisten in Videoclips in den Dialog mit kritischen Experten und Wissenschaftlern, die in der Debatte bisher wenig oder gar kein Gehör gefunden haben. In der Projektbeschreibung klang das Anfang Oktober so:

Mit zunehmender Sorge beobachten wir die Entwicklung des politischen Handelns in der Corona-Krise. Viele ExpertInnen wurden bisher in der öffentlichen Corona-Debatte nicht gehört. Wir wünschen uns einen breit­gefächerten, faktenbasierten, offenen und sachlichen Diskurs und auch eine ebensolche Auseinander­setzung mit den Videos.

Mit einer Verspätung von einigen Wochen schließt sich Sahra Wagenknecht diesem intellektuellen Protest an. Bei dem Künstler, welcher der Politikerin als Sidekick gegenübersitzen darf, handelt es sich um den Kabarettisten Reiner Kröhnert. Der ist ein alter Hase im Geschäft. Er bespielt seit Jahrzehnten die traditionellen Bühnen des Gewerbes. Kröhnert ist im Düsseldorfer Kommödchen ebenso zu Hause wie bei den Berliner Wühlmäusen. Eine von Kröhnerts Paraderollen ist „Angela Merkel“ im Bühnenprogramm „Muttidämmerung“.

Sahra Wagenknecht ist gerade omnipräsent. Hätte die prominente Linke ihre Aufstehen-Bewegung erst in diesen Tagen gegründet und wäre nicht schon vor Jahren damit gescheitert, in der großen allgemeinen Verunsicherung würde sie mutmaßlich richtig damit durchstarten, hier fänden viele Anhänger der diffamierten Querdenken-Gruppen eine frische Heimat.

Ihre Positionen zum Thema Corona-Maßnahmen hat Wagenknecht perfekt auf vielen Kanälen gespielt, selbst das staatsnahe öffentlich-rechtliche Fernsehen hat ihr die Bühne noch nicht entzogen. So betrachtet ist nicht viel Neues im Gespräch mit Kröhnert zu vernehmen, hier geht es vornehmlich um das Bekenntnis zum Label #allesaufdentisch.

Hören wir kurz rein:

Wagenknecht erzählt noch einmal eindrücklich über einen Impfzwang durch die Hintertür. Über Kinder, die nicht mehr an Klassenfahrten teilnehmen könnten, und über bestimmte Berufsgruppen, denen ein gesetzlicher Impfzwang bevorstehe, und das noch obendrauf auf ihre sowieso schon miserable finanzielle und berufliche Situation.

„Meine Empfindung ist, dass die Politik sehr bewusst uns einen Sündenbock offeriert, um von ihren eigenen Fehlern und ihrem eigenen Versagen abzulenken“, so Wagenknecht.

Und es ist wirklich erstaunlich, wie der Vortrag der Politikerin hier dem in ihrer aktuellen Wochenschau gleicht – aber nicht im Sinne von auswendig gelernt, sondern wie eine große Verinnerlichung des Gesagten.

Reiner Kröhnert nutzt die Gelegenheit, er möchte auch etwas darüber wissen, was mit der Linkspartei los ist und mit der sprichwörtlichen Freiheit des Andersdenkenden, die er verloren gehen sieht unter dem Corona-Regime und dem „Sperrfeuer“ gegen Wagenknecht.

„Hand aufs Herz“, meint Kröhnert und fragt direkt, ob es nicht an der Zeit sei, diese Partei zu verlassen. Aber schauen und hören Sie bitte selbst, was Sahra Wagenknecht antwortet:

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Bild: Screenshot #allesaufdentisch Youtube
Text: reitschuster.de

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