Schrei aus der Seele eines politisch korrekten Fußballfans aus Deutschland Achtung! Ironie!

Ein Gastbeitrag von Vera Sandström

Also eigentlich sollte ein Fußballturnier gar nicht stattfinden unter diesen Bedingungen, denn die Pandemie ist noch nicht vorbei. Wenn ich schon die feiernden Fans sehe … das könnten (in unserem besten Denglisch) Super-Spreading-Events sein, total unvernünftig – und die meisten auch noch ohne Maske im Stadion im deltaverseuchten London! Finde ich furchbar!

Und überhaupt: Wir sind Europäer, nein Weltbürger, nein einfach nur Menschen, die die Spießigkeit und geistige „Ungelenkigkeit“ ihrer Vorfahren überwinden konnten und für Toleranz und Weltoffenheit einstehen. Das „völkische“ Denken in Kategorien wie „deutsch“ war gestern, wir haben das Nationale, soweit dies menschenmöglich ist, durch harte Arbeit an uns selbst und als Konsequenz aus den furchtbaren Taten der Nazis abgestoßen (wir wären jetzt die ersten, die Widerstand leisteten, wenn irgendwo wieder Nazis zu sehen wären, jawohl! Das wären wir! Bestimmt! Wir sind nämlich supermutig, wenn Menschenfeindlichkeit und Unrecht irgendwo anders weit weg ihr Unwesen treiben!).

Ja, wir (wir? nein, eigentlich ja nicht wir, sondern sie! – die Nazis!) haben in der VERGANGENHEIT schlimme Dinge getan (aber andere auch, mit Indianern, Sklaven, Srebrenica und so, aber nein, wir zeigen nicht mit dem Finger auf andere, obwohl, das muss man schon sagen, andere auch schlimme Dinge getan haben! – ganz schlimme!), aber in der GEGENWART sind wir, die Menschen in Deutschland (nicht „die Deutschen“) zu Recht moralisches Vorbild (solidarisches Denken braucht Vorbilder!) und die Vorhut beim Kampf gegen jede Form von Ungerechtigkeit. Wir haben aus der Geschichte gelernt und das sollten andere auch! Wir haben so viel aus der Geschichte gelernt, so viel Abbitte geleistet (im Gegensatz zu anderen, Japanern, Briten, Amerikanern, Russen, Polen, Chinesen – eigentlich allen außer uns, die leider nichts gelernt haben aus ihren Fehlern, schade …), dass wir uns rehabilitiert haben („wir“ mussten uns eigentlich für nichts rehabilitieren, wir, die Anti-Nazis, haben uns für „sie“ – die Nazis – rehabilitiert – und darauf sind wir stolz!) und jetzt völlig zu Recht andere auf ihre Rückständigkeit im Mensch-Sein bzw. Mensch-Werden (es ist ein Prozess!) hinweisen. Wir meinen es doch nur gut, man sollte berechtigte Kritik doch annehmen können. Jeder kann es schaffen, wie wir zu werden – eine bessere und gerechtere Gemeinschaft mit humanen Menschen.

>> Und wir sind sehr selbstkritisch: Früher ging es bei uns im Fußball nur ums Gewinnen, Kampf statt Kunst, krampfhaft immer im Finale stehen und so (wer braucht das schon?), aber uns geht es jetzt ums schöne Spiel, wir wollen als Team so bunt sein und so schön spielen wie die Holländer und Franzosen. Und nein, wir müssen nicht mehr jedes Spiel egal wie gewinnen. Haltung und Einsatz für eine humane Gesellschaft sind wichtiger.
>> Und überhaupt: Das Nationale ist so sehr Old School, dass es irgendwie peinlich ist, dass überhaupt Deutschland und Schwarz-Rot-Gold beim Fußball die Symbole sind. Ich bin für „das Team from Germany (gesprochen: Tschörmeni)“ und die Regenbogenfarben als unsere Fußballfarben.

Und wenn man als Gesellschaft erstmal so toll ist wie wir, dann gewinnt man halt normalerweise auch, obwohl es doch so schön ist, andere auch mal gewinnen zu sehen. In diesem Sinne haben wir uns schon im Vorfeld den Pfad unseres Teams ins Endspiel angeschaut.

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!
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Die Autorin (m/w) ist Psychologin und Therapeutin und schreibt hier unter Pseudonym.
Bild: Shutterstock
Text: Gast

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