Vor Mega-Lockdown: Rundumschlag aus NRW Virologe Streeck geht hart mit Regierungskurs ins Gericht

„Vor Bund-Länder-Treffen am Dienstag: Expertenrunde rät Merkel und Länderchefs ‚dringend scharfe Lockdown-Maßnahmen‘ – trotz positiver Trends“ – so der Titel des Aufmachers auf Focus Online in der Nacht zum Dienstag. Richtig verwundern kann das kaum, wenn man sich ansieht, wer in dieser Expertenrunde saß: Kritiker der Maßnahmen oder Wissenschaftler aus den Bereichen, die unter den Maßnahmen leiden, waren dort nicht vertreten. Dafür aber Hardliner wie der Virologe Christian Drosten, der schon mit seinem Drängen auf die Impfung gegen die Schweinegrippe 2009 den Steuerzahler teuer zu stehen kam. Nicht bei der Hardliner-Runde im Kanzleramt dabei war auch der Virologe Hendrik Streeck. Dem Professor und Direktor des Instituts für Virologie an der Uniklinik in Bonn wird nicht nur ein moderater Kurs in Sachen Corona-Maßnahmen nachgesagt, sondern auch ein guter Draht zum neuen CDU-Chef Armin Laschet. Was es umso brisanter macht, dass er nun vor der Runde der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten zu einem Rundumschlag gegen die aktuelle Corona-Politik ausholte.

Er betrachte weder den Inzidenzwert noch die tägliche Zahl der Neuinfektionen als sinnvolle Richtwerte im Kampf gegen das Virus, sagte er im Gespräch mit der „Fuldaer Zeitung“. Der Inzidenzwert sei „nicht vergleichbar mit dem im Sommer, wo wir die Dunkelziffer durch massives Testen viel besser ausgeleuchtet haben“. Streecks Kritik ist fundamental und grundlegend: Wir haben „weiterhin keine Richtschnur, keinen Kompass definiert“ und hangeln „daher weiterhin von Lockdown zu Lockdown.“ Nachdem die Teststrategie geändert wurde und nur noch Menschen mit Symptomen getestet werden, liefere der Inzidenzwert „inzwischen ein völlig falsches Bild.“ Auch die Zahlen der Neuinfektionen seien eigentlich nicht mehr ausschlaggebend.

Stattdessen sei die Auslastung der Intensivstationen der zentrale Punkt, so Streeck in dem Interview mit der „Fuldaer Zeitung“: Hier schlage der Mangel an Fachpersonal voll durch: „Das müssen wir ernst nehmen und dieses nicht erst durch Corona offensichtliche Problem endlich lösen.“ Anders als viele seiner Kollegen, die zum harten Lockdown raten, sprach Streeck offen darüber, wie stark es an Erkenntnissen mangele: „Derzeit wissen wir (…) nicht, wer sich wo und wie überhaupt ansteckt, warum es überhaupt noch Infektionenen gibt, wir tappen einfach im Dunkeln.“

Corona – Angst. Was mit unserer Psyche geschieht."

Es fehle an einer genauen Datengrundlage, wo sich Menschen mit dem Virus anstecken. Darauf verweist Hendrik Streeck, der schon früher vor der Angst warnte und darauf hinwies, dass diese gefährlicher sein könne als das Virus selbst. Die aktuellen Beschränkungen für das Zusammenkommen im Freien könnten dem Virologen zufolge negative Folgen haben.

Besonders erstaunlich: Während etwa Merkels Sprecher Steffen Seibert heute in der Bundespressekonferenz auf Nachfrage vor allem die Mutation des Virus als Grund für die geplanten noch drastischeren Maßnahmen angab, gibt Streeck hier vorsichtig Entwarnung: Mutationen von Coronaviren seien nicht ungewöhnlich, und die britische Variante sei nicht dramatisch stärker infektiös: „Es gibt keinen Grund, in Panik zu geraten“. Ähnlich hatte sich laut Fuldaer Zeitung zuletzt auch Virologin Sandra Ciesek im NDR-Info-Podcast „Coronavirus-Update“ geäußert.

Bei „Phoenix“ warnte der Virologe auch davor, die Möglichkeiten Deutschlands zu überschätzen: „Man darf nicht den Fehler machen, zu glauben, dass man Deutschland isoliert sehen kann. Varianten entstehen nicht unbedingt bei uns, das passiert in Indien, Brasilien oder Amerika, wo gar keine Eindämmung stattfindet. Selbst, wenn wir es kurzfristig schaffen sollten eine Variante fernzuhalten, wird uns das wahrscheinlich nicht dauerhaft gelingen.“

Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund interessant, dass ich Seibert gestern explizit fragte, ob auch solche Wissenschaftler zu der Expertenrunde geladen seien, die in Sachen Mutation nicht eine solch dramatische Einschätzung vertreten wie ihre Kollegen, auf die das Kanzleramt vorzugsweise hört. Seibert antwortete ausweichend und erklärte, die Liste werde am Abend veröffentlicht.

Streeck riet dazu, dass die Gesellschaft lernen müsste, dauerhaft mit dem Coronavirus zu leben, so die Fuldaer Zeitung: „Wenn man das verinnerlicht, dass dieses Virus wahrscheinlich heimisch wird, dass es uns wahrscheinlich unser Leben lang begleiten wird, dann ist das ein ganz anderer Umgang mit dem Virus, dann sind die Infektionszahlen gar nicht mehr so zentral, sondern viel wichtiger ist die Frage: Werden die Menschen krank?“

Das klingt fast wie ein Gegenprogramm zum Kurs der Kanzlerin und des CSU-Chefs Markus Söder. Ob Armin Laschet dahinter steht? Oder gar steckt?


Bild: Youtube/Phoenix
Text: br


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Bill
1 Monat zuvor

Sich immer nur Hardliner-Virologen/Epidemiologen als Berater zu holen ist bereits eine politische Entscheidung.

Nebenbei interessant sich anzuschauen, von wem RKI, Charite (Drosten), Helmholtz-Institut, etc. finanziell gefördert werden.

Die Menschen werden mürbe und seit die Mutation die Bühne betrat, steigt die Impfbereitschaft.

Ohne diese massive Unterstützung durch die Mainstreampresse und die sog. Leitmedien wäre das alles nicht möglich!!

Gast
1 Monat zuvor

Ich halte die Aussagen von diesem Viren-Onkel aus Bonn nur für ein Täuschungsmanöver.

Einige seiner Aussagen zum Virus selbst sind schlicht falsch. Das Virus ist angeblich seit Jahrzehnten bekannt und mutiert auch schon immer. Andere behaupten, Covit-19 sei noch nie isoliert worden.

Selbst wenn es dieses Virus vor einem Jahr gegeben haben sollte, so gibt es das heute schon lange nicht mehr, weil es längst weiter mutiert ist.

Da spielen welche Opposition, damit es die

– schikanierte,

– in ihren Grundrechten rechtswidrig verletzte,

– durch die Masken gesundheitlich und

– durch den Lockdown wirtschaftlich

geschädigte Bevölkerung nicht tut.

Nur an den konkreten Taten kann man versuchen zu erkennen, mit was für Leuten man es zu tun hat.

 

Salzsäule
1 Monat zuvor

Erstaunlich, so ein bisschen Gegenwehr gibt es doch noch: https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-heftiger-debatte-schulen-und-kitas-bleiben-bis-14-februar-grundsaetzlich-geschlossen/26830238.html

„Nicht wieder eingeladen wurde die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut, die beim letzten Mal Pläne für einen harten Lockdown, mindestens mit einer Einschränkung der Bewegungsradius auf fünf Kilometer für Hotspots forderte, daraus wurde am Ende die schon berühmte 15-Kilometer-Corona-Leine. Sie habe die Ministerpräsidentin „teils wie Kindergartenkinder“ behandelt, hieß es.

Ist auch im Artikel fett geschrieben. Wenn hochrangige Politiker sich wie Schulbuben für Fehler entschuldigen, ihre Aussagen plötzlich revidieren, sich bis zur Unkenntlichkeit verbiegen, dann frage ich mich schon, was da im Kanzleramt so vor sich geht. Leute klein und gefügig machen, wird da exzellent beherrscht.

Eine Fallzahl
Antwort an  Salzsäule
1 Monat zuvor

Mit Verlaub

 

diese Frau Priesemann finde ich persönlich ziemlich creepy.

Man ist das eine gruselige Person – wo kommen solche Leute her?

Ich kenn die nur ausm TV – aber die glänzt ja richtig vor Abwesenheit von Empathie und Menschlichkeit.

Das war sicher die Lieblingsberaterin von Merkel – die beiden haben unfassbar viel Ähnlichkeit. Da schüttelt es mich direkt wieder. UUUaaahhh

 

Irgendwie hab ich den Eindruck, alle diese glorifizierten „Wissenschaftler“ dieser Bundesinstitute haben Morbus Bahlsen.

Was ist wohl die Voraussetzung um einen Fuss in diesen Bundestag setzen zu dürfen und Kumpel von Merkel und Co zu werden.

 

Das ist schon ne echte Freakshow, so von außen betrachtet.

Man wird schon beim bloßen Zuhören um mindestens 10 Intelligenzpunkte ärmer.

Könntest du dir in der freien Wirtschaft nicht leisten solche seltsamen Gestalten, die dir dein Unternehmen zum Untergang beraten und dich dabei noch dumm machen.

Bernd
1 Monat zuvor

Sehr gut ,immer wieder weiter verbal zuschlagen denn steter Tropfen höhlt den Stein. Irgendwann stürzt der Sockel dieser innerlich total roten sozialistischen/ grün kaschierten, schwarz verkleideten Dame ein die durch ihren Eid vorgegeben hat für das Volk da zu sein und die Interessen dieses Volkes zu vertreten.

Sie ist meineidig und gehört vor ein Gericht. Leider gibt es den belasteten Begriff <Volksgerichtshof> nicht mehr. Er wäre das zutreffende Tribunal.

AnMerker
1 Monat zuvor

Streeck ist für mich keine Alternative. Ganz im Gegenteil muss ich sagen, dass es für mich fast schlimmer ist, wenn jemand immer noch versucht, das Ganze irgendwie wissenschaftlich zu erklären, anstatt wie Drosten & Co. einfach plumb lügt. Weder müssen wir uns daran gewöhnen, dass Coronaviren nun ein Teil von uns sind, denn sie waren es schon immer, noch müssen wir wissen, wo sich die Leute mit dem Virus anstecken, wenn wir hier in der Regel nur positiv Getestete haben und der PCR-Test so fehleranfällig ist und wie sein Erfinder selbst sagte, man damit alles finden kann, was man möchte, wenn man nur will.

Auch wenn Herr Reitschuster es für sich selbst immer wieder betont („ich bin kein Virologe, ich kann das nicht einschätzen“), so sollte jeder, der ein bisschen nachdenken kann, selbst erkennen, dass es sich hierbei nicht um eine Pandemie handelt und wir von vorne bis hinten verarscht werden sollen. Wie sagte der russische Prister im Corona-Ausschuss so schön: jeder, der einen Realschulabschluss hat, sollte das erkennen können.

Eine Fallzahl
Antwort an  AnMerker
1 Monat zuvor

Das sehe ich auch so.

In der Tat kann jetzt, nach der ganzen Zeit, kann oder könnte, jeder mit einem Realschulabschluss erkennen, dass es hier nicht um Viren oder sonstige Keime geht.

Auch nicht um die Gesundheit der Bevölkerung, darum ging es den Selbstgewählten und Selbsternannten noch nie – noch nie – im Gegenteil – in den letzten 10 Jahren wurde alles erdenkliche getan um einen großen Teil der Bevölkerung zur Risikogruppe für alles Mögliche zu machen.

Völlig unsinnige Zahlenspiele was Diabetes und Cholesterinwerte angeht – auch der Grenzwert des Bluthochdruckes wird immer weiter nach unten geschoben. Was für eine MAchenschaft – nur um diese ganzen Medikamente in die Menschen zu schieben, welche sie dann tatsächlich krank und abhängig machen.

Unsinnige Operationen, ungezählte unsinnige Operationen.

Fehlerhafte Tumordiagnosen und darauffolgende natürlich völlig unnötige therapien.

Gesundheit und Krankheit sind keine Zustände mehr, sondern Geschäfte geworden.

Nur weil jemand etwas weißes trägt, heißt das nicht, dass er einer der Guten ist.

Es ist zum verzweifeln.

 

Alle Quellen, die das aufdecken und benennen gehen im Großen und Ganzen unter.

Schlimm.

Wissen ist Macht.

In der Tat.

Sebastian Bauer
1 Monat zuvor

Die Virologie, die Virologen bezeichne ich nur noch als Scharlatane und Betrüger. Ein eingespieltes Team versucht zu retten was zu retten ist, zu verschleiern und darüber hinwegzutäuschen, dass das eine Wissenschaft ohne belegte Grundlagen ist. Es werden theoretische Konstrukte erstellt, die bei genauerem Hinsehen keinerlei belegte Grundlage haben.

Streek: „Derzeit wissen wir (…) nicht, wer sich wo und wie überhaupt ansteckt, warum es überhaupt noch Infektionen gibt, wir tappen einfach im Dunkeln.“

Es erstaunt mich immer wieder, dass Streek sicherlich weiß wie man wissenschaftlich arbeitet. Erstaunlich ist aber ebenso, dass er immer an dem Punkt aufhört weiter zu fragen, wenn es an die Grundlage geht.

Natürlich wäre es korrekt zu fragen, wo und wie sich angesteckt wird und warum es noch Infektionen gibt. Aber darüber müsste es inzwischen ein deutlich klareres Bild geben als „wir tappen einfach im Dunkeln“. Gesundheitsämter sind doch seit bald einem Jahr dabei Infektionsketten zurückzuverfolgen. Stimmt da vielleicht einfach etwas nicht mit der Grundlage dieser Pandemie, das immergleiche konstruierte Virengenom? Warum wird der Virus nicht hinterfragt?

Vermutlich weil man sonst auch andere Viren hinterfragen würde.

KF Lankl
1 Monat zuvor

Schaut euch doch mal beim RKI an, was uns Volltrottel an Viren im Elektronenmikroskop vorgeführt werden. Da lachen die Hühner!
Das ist Publikumsverarsche!

Joretz
1 Monat zuvor

Den Virus gibt es gar nicht!

Das sind alles nur Lügen der kommunistischen Regierungen und von Bill Gates um die Weltherrschaft zu erringen und die Bevölkerung zu versklaven.

Und die angeblichen Kranken auf den Intensivstationen gibt es auch gar nicht oder es sind bezahlte Schauspieler.  Mache Leute werden auch auf der Straße mit anderen Krankheiten angesteckt, damit man die Krankenhäuser füllen kann. Der Bundesnachrichtendienst lässt  grüßen.

Und die Hexe in Berlin wird es noch bereuen. Ich werde die richtige Deutschlandflagge raushängen, wenn der Wechsel erfolgt ist.

Und dann …..

Dann wird sich einiges ändern, Wir sind bereit.  Dann werden erstmal diese Simulanten aus den Kliniken gebracht. Sollen sie doch ihr Aspirin zu Hause nehmen. Aber nicht auf meine Kosten.  Und die Politiker werden sich für ihre “ Glanzleistungen“ verantworten müssen.

So, habt ihr Schlaumeier genug gegrinst ?

Ich wünsche niemand etwas Schlechtes. Aber manche sollten sich den Mist der hier verzapft wurde mal auf der Intensivsation  durchlesen. Das würde ihr Weltbild wahrscheinlich sehr schnell ändern. Denn alle, die sich dort mit Covid19 befinden, haben vorher angenommen, daß Sie niemals davon betroffen sein werden. Jetzt wissen sie es besser.

Gast
Antwort an  Joretz
1 Monat zuvor

Die Zahlen des statistischen Bundesamtes beweisen knallhart, dass wir keine Pandemie haben.

Übrigens sterben die meisten an Mangelerkrankungen (z.B. Vitamin-D Mangel, Alkoholismus, Bewegungsmangel, Sauerstoffmangel (Masken) und vor allem an ärztlichen Behandlungen.

Auf den Stationen liegen übrigens schon deswegen keine Corona-Patienten, weil dieses Virus bislang gar nicht seriös diagnostiziert wird. Das sind umgelabelte Grippekranke.

Bernd Wanke
1 Monat zuvor

Wow – gratulation zu diesem Artikel oder Drehbuch.

Bisher war ich der Meinung dass wir es mit einem „politischen Krimi“, so spannend erlebe ich dies derzeit, zu tun haben.

Ihre Darstellung und Fragestellungen haben dieses Thema „Lockdown“, Evidenzbasis auf das Niveau eines „journalistischen Krimis“ gehoben. Bin sehr gespannt auf die weiteren aufklärenden Indizien für diesen Krimi. Die Teilnehmer als weitere Tatverdächtige und veränderte Blickwinkel auf das Tatgeschehen nehmen zu und lassen die bisherige „Täterschaft“ mit weiteren Fragezeigen im Raum stehen – es bleibt spannend Laschet/Streeck versus Kanzlerin/Drosten. Sie Herr Reitschuster sind der Regisseur für diesen Filmstreifen, gutes Drehbuch, bleiben Sie dran bin gespannt auf den Ausgang.

Petra Stüben
1 Monat zuvor

Wenn ich mir die Entwicklungen und deren Tendenzen angucke und mir dann überlege, wie es bei unseren Hauskühen war, die erst von den Höfen verbannt wurden, dann in Große Herden gesammelt wurden und jetzt mit fast Null Bewegungsraum im Stall stehen, mit Marke im Ohr und automatischer Melkmaschine, dann kenne ich das Endziel. —————————————————-

Nachrichten gucken ist nicht mehr nötig. Mann kann sogar die Entwicklungsgeschwindigkeit dorthin in etwa raten, wenn man mit offenen Augen draussen rumläuft.