Klare Mehrheit der Deutschen steht hinter geplanter Lockdown-Verlängerung Exklusive Umfrage zeigt: Unterstützung für Regierungskurs

Eine deutliche absolute Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns. Die Bundeskanzlerin und die Länderchefs können sich bei der geplanten Entscheidung, die Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus zu verlängern, auf eine breite Mehrheit der Menschen stützen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die ich beim Meinungsforschungsinstitut INSA in Auftrag gegeben habe. Dabei war folgende These vorgegeben, und die mehr als 2000 via Telefon und online repräsentativ Befragten konnten ihr zustimmen oder sie verneinen: „Eine Verlängerung des Lockdowns um acht bis zehn Wochen, wie unter anderem von der Bundeskanzlerin vorgeschlagen, halte ich für richtig.“

Das Ergebnis: 53 Prozent der Deutschen unterstützt die Verlängerung. Nur eine eindeutige Minderheit ist dagegen: 32 Prozent, also nicht einmal jeder Dritte.

 

Besonders hoch ist die Unterstützung einer Verlängerung des Lockdowns bei Befragten ohne Migrationshintergrund; sie sprechen sich sogar noch deutlich häufiger für einen solchen Schritt aus als dies Befragte mit Migrationshintergrund tun (55 zu 45 Prozent):

Deutliche Unterschiede zeigen sich auch je nach Alter: Befragte ab 60 Jahren sprechen sich sogar noch häufiger für eine Verlängerung des Lockdowns um acht bis zehn Wochen aus als jüngere Befragte  (64 Prozent zu 46 bis 51). In der Altersgruppe ab 60 Jahren gibt es sogar fast eine Zwei-Drittel-Mehrheit für eine Verlängerung.

Aktuelle Wähler der Grünen und der Union (jeweils 74 zu 16 Prozent) sowie der SPD (69 zu 21 Prozent) sprechen sich absolut-mehrheitlich für eine Verlängerung des Lockdowns um acht bis zehn Wochen aus. Wähler der Linken tun dies relativ-mehrheitlich zu 47 Prozent. Einzig und allein Wähler der FDP (58 zu 30 Prozent) und der AfD (62 zu 23 Prozent) sprechen sich gegen eine solche Verlängerung des Lockdowns aus. Damit herrscht quer durch die großen Parteien ein breiter Konsens.

Insgesamt zeigt die Umfrage, dass sich die Bundesregierung bei ihren Schritten auf einen breiten Konsens verlassen kann und Deutschland in der Frage der Lockdown-Verlängerung breit hinter der Bundesregierung steht.


Einige von Ihnen werden sich jetzt fragen: Was ist mit dem Reitschuster los? Das ist doch absolutes Framing, wie er hier die Ergebnisse präsentiert. Genau das ist es, liebe Leserinnen und Leser. Und das war auch der Sinn der Sache. Ich will Ihnen drastisch vor Augen führen, wie man aus ein und derselben Umfrage zwei völlig unterschiedliche Schlussfolgerungen ziehen und die Menschen in eine völlig andere Richtung steuern kann. Die Idee entstand, weil ich lange mit mir rang, was ich als Überschrift und Vorspann nehme. Deshalb habe ich hier zwei völlig gegensätzliche Beiträge zu ein und derselben Umfrage geschrieben. Lesen Sie hier das Gegenbeispiel.

Welche Variante richtig ist? Keine! Richtig liegt der, der beide Beiträge liest und sich dann sein eigenes Urteil bildet.

Gäbe es in unserer Presselandschaft diese Vielfalt und würden wir unterschiedliche Interpretationen lesen, wie das etwa in der vielgescholtenen polnischen Medienlandschaft der Fall ist, wäre mit Demokratie und Pluralismus alles in Ordnung und ich hätte hier nicht dieses Experiment machen müssen. Wenn aber in den großen Medien fast nur eine Sichtweise und Interpretation existiert wie in Deutschland, ist solch ein drastisches Experiment bitter nötig, um die Möglichkeiten der Manipulation aufzuzeigen – und die Probleme mit allzu einfachen „Wahrheiten“, die uns so viele verkaufen wollen. Und die es nicht gibt. Meine Empfehlung: Verschicken Sie einen Link eines der beiden Beiträge an jemanden, dem wohl der jeweils andere Tenor besser gefallen würde. Und erfahren Sie dann, wer zu Ende liest – und wen dieses Experiment ins Grübeln bringt!


Diese Umfrage haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit Ihrer Unterstützung ermöglicht. Realisierbar ist dieses Gegenhalten gegen die Meinungs-Monokultur und das betreute Informieren in den großen Medien nur mit Ihrer Unterstützung! Helfen Sie mit, setzen Sie einen Akzent gegen das Framing: direkt hier via Paypal oder Überweisung (IBAN DE92 1001 1001 2629 8468 32, N26 Berlin). Verwendungszweck: Meinung ohne Framing.


Sehen Sie hier auch mein Video zu dem Beitrag:




Bild: MIA Studio/Shutterstock
Text: br


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Nordlicht
1 Monat zuvor

Wie man es auch wendet: Gut die Hälfte der Leute sind deppert.

Ist auch in den USA so, wahrscheinlich ist es ein historischer Zufall, wenn durch solche Umfragen (oder durch Wahlen) vernünftige Regierungen gebildet werden.

Aber es gibt nun mal keine bessere Regierungsform.

Albrecht Storz
1 Monat zuvor

Nun ja. Das ist schon ein aufklärerisches Stück. Aber mal zu den Zahlen selbst, die anscheinend nicht in Frage gestellt werden:

wie viele Personen müssen wohl antelefoniert werden, um zu 2.000 Antworten zu gelangen? Und wie wirkt sich die Tatsache aus, dass es Menschen gibt, die an solchen Umfragen teilnehmen – und Menschen, die NICHT daran teilnehmen! Wie ist zB der Anteil von Rentnern. Welcher tätige und in Familie eingespannter Mensch hat Zeit und Muse an so einer Umfrage teilzunehmen?

Ich für meinen Teil habe noch nie an so einer Telefonumfrage teilgenommen einfach aus der Wahrnehmung heraus, dass Einzelmeinungen gegenüber der MSM-gesteuerten „Herrschenden Meinung“ keine Relevanz hat. Und dazu muss nicht einmal die Umfrage geframte werden.

 

Also: nehmen wir mal einfach an, dass es bei den freiwillig teilnehmenden Personen einen Bias in Richtung obrigkeitshörig, systemgläubig, nicht hinterfragend, staatliche Maßnahmen generell unterstützend gibt, so sehen die Zahlen tatsächlich ganz anders aus.

 

Warum wird überall verschleiert, dass solche Umfragen selbst bei bester, professioneller Vorbereitung immer Schlagseite besitzen MÜSSEN, einfach aufgrund der Freiwilligkeit der Teilnahme? Weil es ein wichtigstes Mittel der PR ist, den Leuten eine Mehrheitsmeinung vorzugaukeln – um dadurch in einer Art selbsterfüllenden Prophezeiung eine Mehrheit zu erzeugen.

 

Man mache zur Probe mal eine Telefonumfrage mit der Fragestellung: nehmen Sie an Telefonumfragen teil? (Das Ergebnis sollte natürlich 100% betragen, sonst würden die Leute ja lügen.). Und dann fragen Sie sich mal ob es sein kann, dass 100% der gesamten deutschen Bevölkerung an Telefonumfragen teilnehmen würden. Denn das ist das Ergebnis der Umfrage. Und? Stimmt das?

Albrecht Storz
Antwort an  Albrecht Storz
1 Monat zuvor

Mal eine Abschätzung (vielleicht hat dazu ja jemand Hinweise): Für so eine Telefonumfrage wird als Zielgröße “2.000 Antworten” definiert. Nun beginnt man so lange herumzutelefonieren, bis die Zielgröße erreicht ist.

_ 2.000 Anrufe-Versuche erreichen gar niemanden

_ 2.000 Angerufene legen sofort auf wenn sie merken, dass ein Unbekannter dran ist (die vernünftigste Haltung)

_ 2.000 Angerufene hören sich das Begehren an und lehnen dann dankend und höflich ab da sie anderes zu tun haben oder einfach keine Lust belästigt zu werden

_ 2.000 Angerufene sehen die Teilnahme an Telefonumfragen als Bürgerpflicht und staatstragend an, und nehmen deshalb teil – oder waren gerade gelangweilt und sehen das als nette Unterbrechung an

Was aber bekommen wir gemeldet: soundsoviel Prozent der Bundesbürger würden das und das meinen und die Umfrage wäre repräsentativ gewesen.

Das ist schlichtes Lügen mit Zahlen.

So wie bei Wahlen die Anzahl der Nichtwähler immer beim Ergebnis mit angegeben werden müsste, müsste bei solchen Umfragen immer angegeben werden, wie viele Personen die Teilnahme verweigert haben.

 

Nein! Solche Umfragen können nie repräsentativ sein da die aktiv Teilnehmenden immer nur einen nicht repräsentativen Teil der Bevölkerung abbilden können!

Der Censor
1 Monat zuvor

Logisch, die,welche jeden Monat ihr Geld auf den Konten haben, sind für Verschärfungen und Verlängerungen des Lockdowns. Das spiegelt wiedermal deutlich die Denkweise der Deutschen wider: „Was geht es mich an, wenn andere darunter leiden?“—– Ich kenne mehrere Vertreter dieser Fraktion, die meint:“ Das Home office ist ja soooo bequem, von mir aus kann der Lockdown ewig dauern“.  Auch viele Rentner vergessen leicht (vor allem, wenn ihre Kinder zu den Privilegierten gehören), dass ihre Renten von der breiten Masse verdient werden müssen, die jetzt verarmt bzw.  existenziell vernichtet wird. Auch dazu kenne ich Beispiele: Kinder Akademiker im Home office, Enkel als Studierende im Homeoffice, keiner büßt irgend etwas ein. Da kann man den Lockdown natürlich positiv bewerten. ——–

Ich bin mir sicher, mit fortschreitenden Maßnahmen und breiter ausufernden Kollateralschäden wird diese Fraktion immer kleiner werden. Dann kann man das sagen, was die Polit-Elite am Anfang behauptete: Jeder wird jemanden kennen, der betroffen ist – aber nicht von der Infektion, sondern von deren Bekämpfungsmaßnahmen.

xandru
Antwort an  Der Censor
1 Monat zuvor

Knüpft die Diäten an das Pro-Kopf-Einkommen, dann ist die Epidemie morgen vorbei. In der Gemeinde Thal (SG) machen sie es so ähnlich.

xandru
1 Monat zuvor

Gestern wurde in Paris eine Klage eingereicht; eine ähnliche Klage soll auch in Québec folgen. – Die Punkte sind einerseits Nötigung zum Impfung, verschärfend wenn der Druck auf Kranke, Alte und Schwangere ausgeübt wird; andererseits steht der Vorwurf der Menschenversuche im Raum, zumal neben spontanen Sterbefällen auch dauerhafte Lähmungen im Gesicht vorkommen und permanente Krämpfe. – Die Nürnberger Prinzipien wurden aufgestellt, weil ein bekannter Arzt aus Günzburg, ein Meister aus Deutschland, einschlägig tätig wurde.

Jens Happel
1 Monat zuvor

Moin Herr Reitschuster,

Sie machen hier nicht „betreutes informieren“ sondern „betreute Aufklärung“!

Danke weiter so.

Mfg Jens Happel

xandru
1 Monat zuvor

Wir haben tatsächlich eine epidemische Notlage. Die Krankheiten heißen Dyskalkulie und funktioneller Analphabetismus.

xandru
1 Monat zuvor

Wir haben eine intellektuelle Notlage von nationaler Tragweite. Das meinte Prof. Schrappe, als er vor einigen Wochen die Führung als beratungsresistent bezeichnete.

Peter Tanner
Antwort an  xandru
1 Monat zuvor

Der Fachbegriff ist glaube ich „Intellektsenke“ 😉

xandru
Antwort an  Peter Tanner
1 Monat zuvor

@Peter Tanner – Man spricht inzwischen vom Lynn-Effekt. Das ist die Umkehrung des Flynn-Effekts. Natürlich teile ich nicht den sozialdarwinistischen Standpunkt, dass dreißig Jahre fallender Intelligenz einen evolutionären Nachteil bilden könnten. Immer mehr Menschen würden das ohnehin nicht verstehen.

Peter Tanner
Antwort an  xandru
1 Monat zuvor

Sehe ich auch so. Das ist eher ein Vorteil. Alleine die reine Anzahl der der Menschen sinkt mit der Bildungsinflation, je „akademisierter“ destwo weniger Nachwus (Risikoschwangerschaften, Karriere vs. Familie, weniger Kinder pro Paar, etc.).

xandru
Antwort an  Peter Tanner
1 Monat zuvor

@Peter Tanner – Genau davon redet Lynn. Dazu kommt eine deutlich schnellere Generationenfolge. Mittelfristig scheinen die mit den vielen Nachkommen im Vorteil; langfristig ist es anders. Vergleichen Sie mal Karnickel und Primaten. Die Quote spricht vordergründig für den Hasen, aber in der Nahrungskette stehen wir oben.

Peter Tanner
1 Monat zuvor

Spitze dieser Diptych! Genial. Ich lese ja via RSS-Reader (newsboat), da erscheinen die Beiden Überschriften direkt untereinenader. Funktioniert aber auch auf der Website hervorragend. BTW: wäre es möglich per RSS Feed auch den ganzen Text feizuschalten nicht nur einen Anriss? Würde mir sparen immer den Browser aufmachen zu müssen 😉

Ete
1 Monat zuvor

Vielen Dank für dieses Experiment von dem man nur hoffen kann, dass es vielen Schlafschafen die Augen öffnen wird.

epilog2021
1 Monat zuvor

„Klare Mehrheit der Deutschen steht hinter geplanter Lockdown-Verlängerung…“. Wie dem auch sei, die aktuellen Zahlen (wie immer sie auch entstehen) geben dafür keine Grundlage, sondern zeigen eher eine leichte Entspannung.