WHO-Chef erklärt Notlage – gegen Mehrheit des Expertenkomitees Wegen Affenpocken

Dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine lupenreine Demokratie ist, weiß man spätestens, wenn man sich das Verzeichnis ihrer Mitglieder ansieht. Echte Demokratien sind dort in der krassen Unterzahl, autoritäre und diktatorische Regime zahlreich vorhanden. Gar nicht zu sprechen vom kommunistischen China, das eine wesentliche Rolle in der WHO spielt. Und dem vor allem ein prägender Einfluss auf den Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, Ex-Kader einer gewalttätigen kommunistischen Partei, nachgesagt wird.

Aber ganz unabhängig von den Mitgliedern versucht der Direktor nicht einmal den Anschein von demokratischen Umgangssitten zu erwecken. Seine WHO hat jetzt den Affenpocken-Ausbruch zur Notlage erklärt. Genauer gesagt er selbst. Tedros erklärte, er habe die Entscheidung gegen die Mehrheit des beratenden Expertenkomitees getroffen, wie die Tagesschau mitteilt: „Lediglich sechs Mitglieder des Gremiums hätten für diese Einstufung gestimmt, neun dagegen.“

Schon bei ihrer ersten Dringlichkeitssitzung zu den Affenpocken im Juni hatten die Experten dem WHO-Generalsekretär noch davon abgeraten, die höchste Alarmstufe auszurufen, Tedros war dem gefolgt. Seitdem haben sich die Infektionsfälle jedoch weiter ausgebreitet, wie die Tagesschau berichtete. Tedros nannte demnach die Zahl von mehr als 16.000 bestätigten Fällen in mehr als 60 Ländern, von denen viele vorher praktisch keine Affenpocken-Fälle kannten. In sechs afrikanischen Ländern, in denen das Virus schon früher auch Menschen infiziert hat, waren es über 240 Fälle. In Deutschland meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag knapp 2300 nachgewiesene Infektionen.

„Bei den Affenpocken handelt es sich um eine weniger gefährliche Verwandte der seit etwa 40 Jahren ausgerotteten Pocken, die üblicherweise in West- und Zentralafrika vorkommt“, so die Tagesschau. Zu den typischen Symptomen der Krankheit gehören demnach hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten und Windpocken-ähnliche Pusteln. Übertragen wird die Krankheit von Mensch zu Mensch durch engen Körper- und Hautkontakt. Schwere Verläufe sind eher selten, die meisten Menschen erholen sich – was allerdings einige Wochen dauert.

Eine „Notlage von internationaler Tragweite“ wird gemäß den Regeln der WHO bei einem „ernsten, plötzlichen, ungewöhnlichen und unerwarteten“ Gesundheitsproblem ausgerufen, das sich in andere Länder auszubreiten droht. Dass nun der WHO-Chef gegen das einhellige Votum seiner Gremien Affenpocken zur Notlage erklärt, untergräbt den ohnehin sehr angeschlagenen Ruf der Organisation nochmals. Und ist auch Wasser auf die Mühlen all jener, die dem Ex-Kommunisten-Funktionär mit dem engen Draht nach China bisher schon Panikmache vorgeworfen haben.

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Bild: askarim/Shutterstock
Text: br

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