„Völlig irre, was hier gerade abgeht“ "Geballtes Dilettieren" im konservativen Lager

Ein Gastbeitrag von Klaus Kelle

In einem freien Land darf jeder sprechen, mit wem er oder sie will. Da sind wir uns wahrscheinlich alle einig. Und nach der Entscheidung, beim CDU-Bundesparteitag mit Armin Laschet weiterzuwurschteln wie unter Merkel und Kramp-Karrenbauer, ist der Gesprächsbedarf in bürgerlich-konservativen Kreisen extrem hoch.

Drei Tage danach ist die Sachlage in der – neudeutsch – bürgerlichen Crowd wie folgt:

  • Zunehmend melden sich Freunde, die beschlossen haben, in und bei der CDU zu bleiben. Laschet sei ja besser als Merkel, Merz kommt nach der Wahl ins Kabinett und hat immerhin 47 % bekommen. Ergo: da könnte noch was gehen. (Ich glaube das nicht.)
  • Jetzt alle zur AfD, damit die endlich durchgehend bürgerlich und eine anerkannte Oppositionspartei wird, bereit für später und dann ohne die Verfassungsfeinde vom Geflügelhof. (Glaube ich auch nicht dran.)
  • Die WerteUnion steigt aus der großen Unions-Familie aus (wo sie genau genommen gar nicht drin ist als Parteivereinigung) und wird zu einer eigenständigen Partei. Hans-Georg Maaßen übernimmt (endlich) den Laden, fünf Prozent sind kein Problem – ein neuer Stern am Abendhimmel für die Konservativen. (Glaube ich nicht dran, schon, weil ich nicht daran glaube, dass HGM das auch nur in Erwägung ziehen würde.)
  • WerteUnion, Kleinparteien und wichtige bürgerlich-konservative Netzwerke fusionieren, ein paar Tausend Mitglieder wären schnell beisammen. Aber: Woher kommt die Kohle, um eine bundesweite Struktur und die ersten Wahlkämpfe zu finanzieren? Wer sind die sichtbaren Köpfe aus der Mitte der Gesellschaft, bekannt, angesehen, keine schmutzigen Flecken auf dem weißen Hemd? Ok, wenn Helene Fischer und Markus Lanz zusagen, könnte es doch klappen. Vielleicht.

Wenn Sie mich fragen: die Voraussetzungen für einen Aufbruch 2021 sind im Augenblick eher mau. Aber reden kann man über alles, und allein bei mir hier haben sich inzwischen 300 Leute angemeldet, die bei der nächsten Videokonferenz mitreden wollen. Der Druck auf dem Kessel ist hoch.

Aber wissen Sie, was die größte Gefahr für solche Pläne, etwas Neues zu machen, ist? Die Einzelspieler, Egoshooter, die ohne Auftrag und Mandat wild hin und her telefonieren und – nennen wir es mal – Individualverhandlungen führen. Unabgesprochen, ohne Konzept, einfach mitspielen. Der eine versucht Mitglieder aus verbündeten Organisationen abzuwerben. Der andere ruft einfach mal einen Parteivorsitzenden an, dessen Handynummer er zufällig erhascht hat, und schlägt unabgesprochen eine Strategie vor, von der aber seine Organisation gar nichts weiß. Der Chef eines großen Netzwerkes führt Individualgespräche mit einem anderen großen Netzwerk – doch sein eigener Vorstand weiß nichts davon. Dann gibt es Leute aus einem bösen-bösen Netzwerk, mit denen man überhaupt nicht sprechen darf, aber die schärfsten Protagonisten des Sprechverbots treffen sich dann heimlich selbst mit den Ausgestoßenen, um Deals zu machen. Und andere folgen der einzigartigen Heide Simonis und führen Gespräche mit allen möglichen Netzwerken nach dem Motto: Was wird denn dann aus mir?

Toll ist auch, wenn man eine Einladung zu einem geheimen Treffen bekommt, und – gefühlt – wissen es am nächsten Tag alle in Deutschland. Da werden Leute zu Geheimtreffen eingeladen, die gar nicht auf der Gästeliste standen und nur dabei sind – AfD-Schnack – “um anschließend dem FHQ zu berichten”. Und dann soll ein Papier beschlossen werden, was aber keiner der Eingeladenen zu sehen bekommen hat. Und dann … wird das Treffen endlich richtigerweise abgesagt.

Leute, es ist völlig irre, was hier gerade abgeht. CDU, CSU und AfD lachen sich schlapp über das geballte Dilettieren derjenigen, die mit guten Vorsätzen etwas Neues beginnen wollen. Wie gesagt: Eine Idee, ein gutes Konzept, Helene Fischer als Spitzenkandidatin – ja, das schaue ich mir gern an. Vielleicht schreibt sie mir ein paar nette Worte auf die Autogrammkarte. Aber so, wie es gerade läuft, formiert man keine neue politische Kraft.



Klaus Kelle, Jahrgang 1959, gehört laut Focus-online zu den „meinungsstärksten Konservativen in Deutschland“. Der gelernte Journalist ist jedoch kein Freund von Schubladen, sieht sich in manchen Themen eher als in der Wolle gefärbten Liberalen, dem vor allem die Unantastbarkeit der freien Meinungsäußerung und ein Zurückdrängen des Staates aus dem Alltag der Deutschen am Herzen liegt. Kelle absolvierte seine Ausbildung zum Redakteur beim „Westfalen-Blatt“ in Bielefeld. Seine inzwischen 30-jährige Karriere führte ihn zu Stationen wie den Medienhäusern Gruner & Jahr, Holtzbrinck, Schibsted (Norwegen) und Axel Springer. Seit 2007 arbeitet er als Medienunternehmer und Publizist und schreibt Beiträge für vielgelesene Zeitungen und Internet-Blogs. Dieser Beitrag ist auch auf seinem Blog „Denken erwünscht“ erschienen.

 


Bild: Stokkete
Text: gast


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Dr. Andreas Skrziepietz
1 Monat zuvor

Lusche ist ein Glücksfall für die AfD. Sie müßte aber endlih aufhören, nach den Regeln des Gegners zu spielen.

Stefan
1 Monat zuvor

Es ist schon einigermaßen enttäuschend, was hier Herr Kelle präsentiert.Angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit, daß man nach einem „Umsturz“ mit Sicherheit ein noch größeres Ausmaß der Zerstörtheit des Landes gewahrnimmt und auch das man dann auch noch damit konfrontiert wird, daß man selbst zum Gejagten wird, weil man nicht komplementär zu WEF und Soros ist, wäre ein möglicher Grund Ihres Manövrierens. Aber das sich in der Werteunion und auch außerhalb dieser nicht genügend Fachleute zusammenfinden sollten, die zumindest als gegenkraft gegen das momentane Regime auftreten- nehme ich Ihnen auch nicht ab.

Bernd Eck
1 Monat zuvor

Herr Kelle, mir wird bei Ihnen nie so richtig klar, wohin sie eigentlich mit Ihren Artikeln wollen. Auf der einen Seiten werden, aus meiner Sicht berechtigt, viele der schlimmen Zustände in unserem Land gut geschildert. So weit, so gut, Bestandsaufnahme gelungen. Danach kommen dann viele Beschreibungen von Möglichkeiten, die dann aber aus den unterschiedlichsten Gründen doch nicht realistisch sind und daraus schließen sie dann, dass irgendwie erst mal alles so bleibt. Wenn Sie wirklich Veränderung möchten, sollten Sie m.E. als erstes einmal eine Vision haben, denn erst daraus entstehen Ziele, die man dann verfolgen kann. Ohne eine Vision zu Beginn beginnt jedoch niemals der Start in etwas Neues. Mir kommt es bei Ihren Artikeln oft so vor, dass es an der grundsätzlichen Vorstellung fehlt, überhaupt irgend etwas verändern zu können. Sie lassen Ihre Leser eher deprimiert zurück und ich habe so den Eindruck, dass nicht nur ich mich damit regelmäßig etwas schwer tue. Aus meiner Sicht sollten Sie mutiger sein und für sich selbst und Ihre Leser an einer Vision für die Zukunft arbeiten. Vielleicht verstehe ich das alles aber auch nur alles völlig falsch…

Holger Kammel
1 Monat zuvor

Spätestens nach dem Fall Hohmann war es klar, wo die Reise der CDU hingeht. Herr Kelle, ich verachte Sie. Sie haben das System der Klatschhasen-Partei gestützt. Sie haben sich an Verbrechen mitschuldig gemacht. Lassen Sie diesen Kommentar auch löschen.

Oliver Hoch
1 Monat zuvor

Ein großer Teil der AfD- Mitglieder sind frühere CDUler, welche von ihrer Partei verlassen wurden, als diese im Streben nach Macht und Geld immer weiter nach links abrutschte.

In der vermeintlichen WerteUnion tummeln sich Menschen, welche früher auch für „Freiheit statt Sozialismus“ gestimmt haben, deren Werte aber nicht so stabil wären, dass sie um derenthalben auf die Wärme der mächtigen Organisation verzichten wollten. Sie wären schon noch gerne für Demokratie und Rechtsstaat – leider ist dies derzeit nicht opportun, weil nazi. Die eigene Courage demonstrieren sie sich gegenseitig bei  „Kasperle und das Krokodil“. Aber der eine oder andere findet vielleicht doch noch die Kraft, dem linken Druck zu widerstehen und zur konservativen Partei zu wechseln.

Die Freiheit braucht Verteidiger.

Geronimo
1 Monat zuvor

warum erscheint mein Kommentar nicht?

Geronimo
Antwort an  Geronimo
1 Monat zuvor

das ist aber jetzt komisch…

Frau C.
1 Monat zuvor

Was wollen Sie, Herr Kelle? Ein bisschen schwätzen und jammern, um anschließend – selbst unbeschadet und nicht im Fokus eines Rufmords – zur normalen Tagesordnung über zu gehen? Sie haben es schließlich versucht, hier und da einen Beitrag geschrieben und mit Parteikollegen diese unsägliche Wahl von Laschet beklagt. Eine neue Partei hat dann irgendwie auch keiner gegründet. Echt blöd! Oder Sie beschließen demnächst bei der LKR ihr Kreuz zu machen. Konservativ, bisher noch nicht verschrien, weil chancenlos. Löst das unser Problem? Ich denke nicht. Oder Sie wollen wirklich was ändern und Deutschlands politischen Weg wieder etwas konservativer flankieren, dann wählen Sie AfD oder besser noch engagieren sich in dieser Partei, damit dieser Weg ein Guter wird.

Werner
1 Monat zuvor

Sehr geehrter Herr Kelle, eine politische Einstellung verändert sich nicht so einfach, weil sie über viele Jahre aus Erziehung, Bildung und Erfahrung „gewachsen“ ist. Aber irgendwann sollte man merken, dass man falsch ist, wenn es immer mehr Dinge gibt, die sich vom eigenen, gewachsenen Weltbild entfernen, oder sogar im krassen Widerspruch stehen. Logisch, dass jetzt die Luft brennt, wenn man fast 20 Jahre jedes Theater und jede politische Verbiegung geduldet oder mitgemacht hat, weil auch jede CDUCSUSPD-Mitgliedschaft sowas wie ein Karriereturbo ist, wo mit Vorzeigen des Mitgliedsausweises alle Türen von ganz alleine aufspringen: „Sesam Öffne dich“ – als Lohn gibts den Schatz der „40 Räuber“, die im Laufe der Zeit zu einer riesigen Räuberbande angewachsen ist („Der Staat als Beute“). Nur wenige Beispiele:
Zeit Online: „Rede der Vorsitzenden der CDU Deutschlands, Dr. Angela Merkel, MdB, auf dem 17. Parteitag der CDU Deutschlands am 1. Dezember 2003 in Leipzig. Es gilt das gesprochene Wort.
„Deshalb müssen wir aber auch immer wieder fragen: Wo hört Toleranz auf und wo fängt Beliebigkeit an?
Ein Beispiel: Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, UNS in der Zuwanderungsdiskussion in die RECHTSEXTREME ECKE zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen. Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wir ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern. Und ein weiteres Beispiel: Beim Kopftuch-Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hätte ich mir mehr gewünscht als das Zurückziehen auf die Neutralität gegenüber den Religionen. Ich wende mich gegen solche Beliebigkeit. Wir sagen: Es kann doch nicht sein, dass die christlichen Symbole bei uns keinen Platz in den Schulen haben und das Tragen eines Kopftuches durch Gesetz verboten werden muss. Das werden wir ändern.“ Aha – der Trick, der gegen den aktuellen politischen Gegner AfD (und FDP) funktionieren soll, ist schon Asbachuralt.
Im Protokoll der KAS fehlt (auch) dieser Text (PDF created 01. Oktober 2008, modified 01. Oktober 2008 13:59:42) http://www.kas.de/upload/ACDP/CDU/Protokolle_Parteitage/2003-12-01+02_Protokoll_17.Parteitag_Leipzig.pdf – also offenleslich ein „schwer bereinigtes“ (gefälschtes) Protokoll der eigenen Stiftung.

Süddeutsche Zeitung 20. April 2017: „Eigentlich war die ANSAGE deutlich. Sie glaube nicht, dass die CDU einen Wahlkampf über den Doppelpass führen sollte, sagte Angela Merkel nach dem letzten CDU-Parteitag. Stattdessen SOLLE die Union mit der geltenden Regelung LEBEN. Das war – für Merkels Verhältnisse – ein brutales BASTA. Immerhin hatte DER PARTEITAG gerade BESCHLOSSEN, der Zugang zum Doppelpass müsse deutlich erschwert werden. Doch die CDU-Chefin IGNORIERTE DIE DELIGIERTEN EINFACH. Sie teilte ihnen ihre WEIGERUNG, sich um die Umsetzung des Beschlusses zu bemühen, noch NICHT einmal direkt mit.“
So lassen CDU-Parlamentarier mit sich umgehen? Das ist bildlich auf die Fresse für CDU-Parlamentarier und Mitglieder. Sie nimmt sie nicht ernst und hält sie als Schoßhunde? Dazu passt: „Konkret soll Tauber gesagt haben: „Wer hier nicht für Angela Merkel ist, ist ein ARSCHLOCH UND KANN GEHEN.“

Den eigenen „Wertekollege“ Maaßen in politischer Schlüsselposition mit dumpfdunkler Hntergrundmusik in den Hauptnachrichten der ÖR abgesägt, weil er durch nicht bestätigte Aussagen von „Pogromen“ und „Hetzjagden“, die ausschließlich aus den Medien kamen, auf Grund von nicht bestätigten Aussagen, anderer Meinung war.

WELT: „Problematisch ist die Wahl Borchardts aber wegen ihrer politischen Einstellung. Sie ist Mitglied der Antikapitalistischen Linken, die das Bundesamt für Verfassungsschutz zu den „extremistische(n) Strukturen der Partei Die Linke“ zählt.“ Gewählt mit Hilfe der CDU in MV.

WELT: „„Advent, Advent – ein Bulle brennt“, heißt es in einem Lied der Punkband Harlekins aus dem Jahr 1997. Am Bass: Katja Meier, heute Justizministerin Sachsens. Die CDU fordert eine Entschuldigung von der Grünen-Politikerin.“ Als Politologin ohne Jura und Staatsexamen Justizministerin in Sachsen von M.Kretschmers CDU-Gnaden in Schlüsselposition gebracht, die jetzt Richter ernennt! Die Richter beklagen sich aktuell wegen unzulässiger Einmischung. Das war aber logische Folge. Und ein bautzener Bürgermeister erhält eine patzige Antwort auf seinen Brief, dass lt. Aussage von JM Katja Meier die Firma mit den abgefackelten Baumaschinen selbst Schuld ist, weil sie „Umgang“ mit der falschen Partei hat.

Unabhängig von den ÖR-Medien und anderen „Hilfstruppen“ der Kanzlerin „im Kampf gegen Rechts“, die sich wie SA und Schutz-Staffel „SS“ verhalten, und wie ihre Vorbilder auch in Schwarz gekleidet sind, sollte es (theoretisch) mit diesen wenigen Beispielen, die sich um Vieles ergänzen lassen, „Klick“ machen, dass die jetzige CDU das Gegenteil der CDU der Vormerkelzeit, und politisch verkrüppelt ist. Die neue SPD-Stellvertreterin! Wissler hat temporär ihre Mitgliedschaft in einer linksextremistischen Vereinigung aufgegeben, und niemand regt das auf. Da könnte auch Hr. Kalbitz Kanzler werden, da er sogar früheren „Vereinigungen“ abgeschworen, und nicht nur temporär ausgesetzt hat…. Gleiches Recht für alle. Interessant bei Twitter & Co. bekannter Politiker aus SPD, Grünen und Linkspartei. Das ist wie ein Besuch in der Geisterbahn. Oder bei Indymedia, die lt. IM DeMisere (schon wieder CDU) längst verboten sein wollte/sollte und müsste mal irgendwann, und sich immer noch, und immer mehr, ihrer angekündigten Straftaten als faktische Staats-Terroristen rühmen dürfen. Fast vergessen: der Mit-Gründer der linksextremen Antonio-Dingsbums-Stiftung darf ohne fachliche Ausbildung mit Hilfe der CDU den Verfassungsschutz-Chef in Thüringen machen…

Das war jetzt nicht nett, aber (möglichst unaufgeregt) ehrlich und ohne parteipolitisch-ideologischen Hintergrund, als Aufzählung „merkwürdiger Fakten“.

Onkel Dapte
1 Monat zuvor

Wer ist denn Helene Fischer?

Die Unbeugsame
Antwort an  Onkel Dapte
1 Monat zuvor

Eine Sängerin heißt so.

Holger Kammel
Antwort an  Onkel Dapte
1 Monat zuvor

Sie Glücklicher!

Der Censor
1 Monat zuvor

Ich denke, wir sind uns  in einem Punkt einig: Deutschland braucht dringend eine politisch konservative Partei, die bereit und fähig ist, den Platz zu besetzen, der von der Merkel-Laschet-Partei freiwillig geräumt wurde. Der Markt bei den Wählern ist auf alle Fälle gegeben, er wird nur zurzeit mangelhaft bedient – was u.a. daran liegt, dass man die AfD seit Beginn ihres Bestehens massiv daran hindert, sich sachpolitisch zu entfalten. Man entzieht ihr jegliche Plattformen, angefangen vom Vizepräsident im Bundestag über (abgesehen von Hetzkampagnen) fast vollständig fehlende Medienpräsenz in den Staatssendern bis zur antidemokratischen Blockade eigentlich sinnvoller politischer Vorschläge und Gesetzesvorlagen, weil sie aus der „falschen“ Partei kommen. ———————–Die Folge dieser Ausgrenzung und Verunglimpfung ist eine fatale Wählerverunsicherung nach dem Tenor: „Diese Partei ist doch nicht wählbar.“ —- Aus meiner Sicht ist diese verfahrene Karre nur zu retten, wenn sich (und wenn es eine Handvoll ist) halbwegs öffentlich bekannter CDU-Mitglieder dazu entschließen könnten, das Parteibuch zu wechseln und offen überzulaufen. —————- Oder  eine neue Partei zu gründen, die dann mit der AfD zusammenarbeitet. —- Es MUSS etwas passieren, denn die Wählerschaft, die aus Frust über den Merkelismus die CDU nicht mehr wählt, die AfD sich aber nicht zu wählen traut, wird zwar kaum Grüne Rote oder Dunkelrote wählen,  auch nicht die kraft- und farblose FDP, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz von den Urnen weg bleiben. ————————Resignation und Fatalismus ist das Letzte, was sich diese Gesellschaft jetzt leisten kann. Deshalb meine ich: JEDE  Zusammenarbeit mit der AfD ist hilfreich, und jede konservative Neugründung ist es ebenfalls, sofern man sich entschließen kann, seine Kräfte zu bündeln. Die linken Kräfte können das nämlich ganz gut, auch wenn sie untereinander noch so spinnefeind sind: gegen die Konservativen bilden sie eine Einheitsfront. Und das müssen die Konservativen auch hinbekommen.

Mark100
Antwort an  Der Censor
1 Monat zuvor

Die Meuthen-AfD ist nur eine Fortsetzung von Lucke und Petry. Der Flügel war der richtige Ansatz, weil er sich der Hauptwaffe der Linksextremen, die alle demokratischen Parteien gekapert haben, widersetzt hat, gemeint ist die politische Korrektheit.

Statt zum Flügel zu stehen, wurde er von all den Klatschhasen verraten und verkauft. Es ist immer so, daß, wenn man Ideologien, Extremisten ihre Hauptwaffen nimmt, daß sie einen Haufen Geschrei und Hetze ablassen, das ist doch nur logisch. Aber alle haben sich einschüchtern lassen, aus Angst um ihre Pöstchen.

Im Bundestag passiert nichts mehr Gutes für uns.

Michael Welsch
Antwort an  Der Censor
1 Monat zuvor

Die richtige Regierung wäre CDU mit der AFD und der FDP.aber nur mit deutsch konservativen Politikern.wird aber leider nie passieren.weil keiner mit der AFD will!