Lockdown: Anzeichen, dass die Stimmung kippt? Massenmedien machen mobil

Es gibt zunehmend kritische Stimmen zur harten Lockdown-Politik der Bundesregierung. Die Anzeichen für einen Stimmungswechsel werden immer deutlicher. So traute ich meinen Augen nicht, als ich heute den Aufmacher, also den ersten, größten Artikel auf der Seite von Focus Online las. „Mediziner: ‘Kanzlerin leidet unter Kuba-Syndrom – sie lässt nur noch eine Meinung zu‘“. Für so etwas wäre man noch vor einer Woche gefühlt als Corona-Ketzer angeprangert worden. Und solche Schlagzeilen wären bei dem Münchner Portal bisher allenfalls im Kleingedruckten denkbar gewesen.

Focus-Online-Chefkorrespondentin Margarete van Ackeren ist gerade in die CDU-geführte Staatskanzlei nach Düsseldorf gewechselt und wird Sprecherin des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten. Ihr Chefredakteur dankte ihr mit den Worten, sie habe für Focus Online ihr Ohr immer sehr nahe an den Entscheidern der Bundespolitik gehabt. Kritiker fanden indes, es habe zu nah an den Lippen Merkels gehangen.

In dem Focus-Bericht heißt es jetzt: „Seit dem Frühjahr 2020 argumentiert Matthias Schrappe gegen den Lockdown als einzige Corona-Bremse. Stattdessen fordert der Kölner Medizin-Professor und ehemalige Berater des Bundes in Gesundheitsfragen einen besseren Schutz der besonders gefährdeten alten Menschen – als Kern eines Strategiewechsels der Corona-Politik.“ Schrappe sagt in dem Interview: „Die Problematik beim Lockdown ist, dass man damit die Zahlen zwar schönen kann. Aber was macht man, wenn man wieder aufhören will? Die Logik dieses Instruments ist, dass man es immer weiter anwenden muss. Denn sonst werden die Zahlen ja wieder schlechter. Ich fürchte daher, es wird zu einer Betonierung dieses inadequaten (sic!) Instruments ‘Lockdown‘ kommen.“

Aber nicht nur bei Focus Online kommen plötzlich ganz neue Töne zur Geltung. Bei Bild prangt heute ganz groß neben dem Logo auf der Titelseite: „Dramatischer Appell von Bayern-Trainer Flick an Corona-Politiker: Gebt den Menschen endlich Hoffnung!“ Zum Vergleich: Als Vize-Weltmeister Carsten Ramelow noch vor kurzem auf meiner Seite Ähnliches forderte, wurde er zunächst von Bild und anderen für das Interview an den medialen Pranger gestellt. Wenig später gingen dann allerdings die Forderungen von ihm schon weitgehend diffamierungsfrei durch die Medienlandschaft.

Die „Welt“ titelt heute: „Die Gerichte hätten viel früher einschreiten müssen – Grundrechte im Lockdown: Die riesigen verfassungsrechtlichen Zweifel „und „Warum Peter Altmaier zum Standortrisiko wird„. In letzterem Beitrag heißt es: „Die Zögerlichkeit von Peter Altmaier schadet der Industrie – und die Bundeskanzlerin hat eine wichtige Chance verpasst.“

Neue Töne.

Auch die Umfragewerte von Corona-Hardlinern, wie etwa dem bayerischen Ministerpräsidenten, fallen. „Söder verliert bei den Bayern deutlich an Zustimmung“, so die Schlagzeile, die dieser Tage in einigen Medien zu lesen war. Der CSU-Chef musste einen  Rückgang der Zustimmung um 32 Prozent oder 22,7 Prozentpunkte verzeichnen.

Eine von mir in Auftrag gegebene, am 1. Februar veröffentlichte INSA-Umfrage ergab: Erstmals seit März sind mehr Menschen mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung unzufrieden als zufrieden.

So verfrüht es wäre, von einem Stimmungswandel als Fakt zu sprechen – es verdichten sich doch die Anzeichen, dass sich die Stimmung ändert und die Zahl derjenigen sinkt, die einen harten Lockdown ohne Wenn und Aber vertreten, wie ihn die Kanzlerin vertritt. Wenn selbst große Medien, die sonst eher wie Unterstützungsbataillone für die Kanzlerin auftreten, deren Politik plötzlich nicht nur in sorgsam versteckten Feigenblatt-Beiträgen kritisch hinterfragen, ist etwas in Bewegung geraten.


Söders größte Corona-Patzer auf reitschuster.de


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Bild: ChameleonsEye/Shutterstock
Text: br


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