Öffentlich-rechtlicher Sender berichtet fair über Corona-Demo Journalismus wie in alten Zeiten

Und es bewegt sich doch etwas! In der Vergangenheit habe ich mich hier oft genug beklagt darüber, dass ich nach Kundgebungen von Corona-Maßnahmen-Kritikern in den großen Medien den Eindruck hatte, die Kollegen seien auf einer völlig anderen Veranstaltung gewesen. Oft waren die Berichte in meinen Augen einseitig und entstellend. Sie riefen bei Zuschauern zumindest teilweise den Eindruck hervor, es handle sich um Veranstaltungen, die von Rechtsradikalen (mit-)bestimmt und geprägt wurden. Das aggressive Verhalten von Gegendemonstranten wurde dabei regelmäßig völlig ignoriert.

Und jetzt das: Ein Leser, der genauso verdutzt war wie ich, schickte mir einen Bericht des öffentlich-rechtlichen RBB von dem gestrigen Schweigemarsch gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin. Und schon als ich den Vorspann las, traute ich meinen Augen nicht. Da stand: „Mit einem Schweigemarsch wurde heute in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Beobachter haben dabei keine Demonstranten aus dem rechten Lager beobachtet. Trotzdem wurden die Teilnehmer teils als Nazis beschimpft“.

Meine Freude wurde nicht getrübt, als ich den Videobeitrag ansah: Grundsolider, sauberer Journalismus. Beide Seiten zu Wort kommen gelassen, keinerlei Framing – Teilnehmer des Schweigemarsches konnten ihre Gründe für die Teilnahme klar darlegen. Und die Macher des Beitrags waren nicht der Versuchung erlegen wie viele Kollegen: Sich auf einer Veranstaltung fast zwangsläufig vorhandene, etwas krude oder sprachlich schwache Teilnehmer zu suchen und diese dann vor der Kamera vorzuführen, mit Thesen, die abschreckend wirken. Respekt!

Leider macht eine Schwalbe natürlich noch keinen Sommer. Aber so ein Beitrag zeigt: Es gibt Bewegung in den Redaktionen. Und nicht nur beim RBB: Die „Welt am Sonntag“ brachte heute eine unglaubliche Enthüllung über einen Mao-Anhänger, der eine große Rolle spielte beim Erstellen des Innenministerium-Papiers, das ganz wesentlich für den Lockdown war. Die schlechte Nachricht: Kaum ein anderes großes Medium griff das auf. Aber immerhin wurde es von einem großen Blatt aufgedeckt. So kommt das Schweige-Kartell des betreuten Informierens ins Wanken.

Ebenso erstaunlich in der „Welt am Sonntag“ heute: Eine TOP-30-Liste der schaurigsten Anbiederungen von Journalisten an die Regierung:
Platz 1: Wie eine Wissenschaftlerin führt Merkel das Land (DW)
Platz 2: Die Regierung kann auch nicht zaubern (WDR)
Platz 3: Was bin ich froh über unsere Regierungschefin (WDR).

Liebe Kolleginnen und Kollegen: Bitte, weiter so!

Und danke!



Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Bild: Shutterstock/Gunnar Kaiser
Text: br


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Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd, besagt ein chinesisches Sprichwort. In Deutschland 2021 braucht man dafür eher einen guten Anwalt.

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