Ex-CDC-Direktor: Covid-19 weist „technische“ Eigenschaften auf Weitere Hinweise auf Laborunfall und GoF-Forschung

Von Kai Rebmann

Nur wenige Wochen nach der Übernahme der Mehrheit im US-Repräsentantenhaus haben die Republikaner einen Untersuchungsausschuss eingerichtet, der der Frage nach dem Ursprung von Corona nachgehen soll. Am vergangenen Mittwoch nahm das Gremium nun seine Arbeit auf. Im Rahmen der ersten Anhörung kam unter anderem Dr. Robert Redfield zu Wort. Der Virologe fungierte unter Ex-Präsident Donald Trump als Leiter der Centers of Disease Control (CDC). Zu den weiteren Experten, die vor dem U-Ausschuss aussagten, gehörte auch Jamie Metzl, ehemaliger WHO-Berater und nationaler Sicherheitsbeamter unter der Clinton-Administration.

Alle geladenen Zeugen vertraten in einigen wesentlichen Punkten dieselbe Ansicht: Das Wissen um die Herkunft von Covid-19 ist von elementarer Bedeutung, um die Welt künftig vor ähnlichen Gefahren beschützen zu können. Der Weg zur Wahrheit wird über kurz oder lang nur über China, sprich das Mitwirken der Regierung in Peking führen. Und bei dem Virus handelt es sich nicht um eine Biowaffe, sondern – sofern man von einem Laborunfall ausgeht – um ein „versehentliches Entweichen“ aus dem Labor („Lableak“).

In ähnlicher Weise äußerte sich auch Avril Haines, die ebenfalls am Mittwoch vor dem US-Senat zu Fragen über aktuelle globale Bedrohungen Rede und Antwort stand. Darüber, dass es sich bei Covid-19 um keine Biowaffe handele, bestehe ein „breiter Konsens“, so die Direktorin der Nationalen Geheimdienste. Eine solche Einigkeit bestehe jedoch ausdrücklich nicht, wenn es um die Frage gehe, ob das Virus aus dem Labor stammt oder es auf natürliche Weise entstanden ist.

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Kritische Meinungen wurden von der Regierung ignoriert

Dr. Robert Redfield betonte, dass er seit Beginn der Corona-Krise gefordert habe, dass beide Theorien – sowohl der Laborursprung als auch der Weg der natürlichen Übertragung – „aggressiv und gründlich“, aber vor allem ergebnisoffen untersucht werden müssen. Doch mit dieser Denkweise stand der Virologe offenbar allein auf weiter Flur. Spätestens seit der Veröffentlichung der E-Mails über den Verlauf einer ominösen Telefonkonferenz von führenden Wissenschaftlern aus aller Welt wissen wir, dass man sich schon sehr frühzeitig auf den Wildtiermarkt in Wuhan als einzig zulässige Quelle des Virus festgelegt hatte.

Zu den Initiatoren dieses wie eine Verschwörung anmutenden Gipfels gehörten unter anderem Dr. Anthony Fauci, damals oberster Corona-Berater der Regierung, und Francis Collins, früherer Direktor des National Institutes of Health (NIH). Letzteres spielte auch bei der Finanzierung der Gain-of-Function-Forschung, unter anderem im Wuhan Institute of Virology, eine bedeutende Rolle.

Umso brisanter sind die Aussagen von Redfield, wonach dieser nicht zuletzt auf Betreiben von Fauci vom wissenschaftlichen Diskurs der Regierungsberater ausgeschlossen worden sei. Der Virologe vermutet, so dessen Einlassung vor dem U-Ausschuss des Repräsentantenhauses, dass dies damit zusammenhing, dass er mit dem damals vorherrschenden Konsens über den natürlichen Ursprung des Virus nicht einverstanden war.

„Das war das Narrativ, auf das man sich geeinigt hatte, dass das Virus von einem Wildtiermarkt stamme. Man war bereit, alles zu tun, um diese These zu stützen und jede Diskussion darüber, dass es aus dem Labor kommen könnte, im Keim zu ersticken“, so Redfield am Mittwoch.

Antwort liegt bei den Geheimdiensten, nicht bei der Wissenschaft

Als wichtigstes Indiz für einen Laborunfall, den er inzwischen als „wahrscheinlicheren Ursprung“ ansieht, nannte Redfield die „technische“ Struktur des Virus. Diese liefere aus seiner Sicht klare Hinweise auf eine GoF-Forschung mit viralen Genen, so der Experte. Darüber hinaus verwies Redfield auf „ungewöhnliche Aktivitäten in und um Wuhan herum im Herbst 2019“.

Nicht zuletzt aus diesem Grund zeigte sich der ehemalige CDC-Chef vor dem U-Ausschuss davon überzeugt, dass die Antwort auf die Frage nach dem Ursprung von Corona „bei den Geheimdiensten liegt, nicht bei der Wissenschaft.“ Ob es einem gefällt oder nicht, eines scheint klar: Ohne ein wie auch immer geartetes Mitwirken Pekings wird die endgültige Lösung dieses Rätsels schwierig, wenn nicht gar unmöglich bleiben.

An die Mitglieder des U-Ausschusses gerichtet, forderte Redfield daher: „Wir müssen die Geheimdienste dazu bringen – und Sie haben die Möglichkeiten dazu – dass sie jedem von Ihnen zeigen, welche Daten sie haben, woher sie diese haben, wer die Informanten waren und welche Schlussfolgerungen sie daraus ziehen.“

Strengere Regulierung der Gain-of-Function-Foschung

Auch Jamie Metzl schloss sich dieser Forderung nach lückenloser Aufklärung an, denn: „Das Verständnis, wie diese Pandemie begann, ist für die Priorisierung unserer Reaktion von entscheidender Bedeutung.“ Mit Blick auf die hochumstrittene GoF-Forschung fügte der ehemalige WHO-Berater hinzu: „Wenn wir zum Beispiel mit Sicherheit wüssten, dass die Pandemie von einem Laborunfall in Wuhan herrührt, kann ich Ihnen versichern, dass die Bemühungen zur Regulierung der raschen Verbreitung von Hochsicherheits-, oder besser gesagt Hochrisikolaboren auf der ganzen Welt einen enormen Schub erhalten würden.“

Genau das will man in bestimmten Kreisen der Wissenschaft aber offenbar vermeiden und erklärt deshalb wohl auch, weshalb es von vorneherein nur eine Erklärung für den Ursprung des Virus geben durfte. Metzl verlangte einerseits „Rechenschaft von Peking“ über die Vorgänge im Wuhan Institute of Virology und forderte vor dem U-Ausschuss in Washington andererseits, dem Streben nach Biosicherheit „endlich die hohe nationale und internationale Aufmerksamkeit“ zukommen zu lassen, die diese Frage verdiene.

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Kai Rebmann ist Publizist und Verleger. Er leitet einen Verlag und betreibt einen eigenen Blog.
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