Laschet dechiffriert – seine Ohrfeige gegen Merkel, und wie sie die Medien „übersehen“ Der Auftritt des Kanzlerkandidaten – extra für Sie in Klartext übersetzt

„Ohrfeige“ ist eigentlich schon ein zu freundliches Wort. Es war eher ein Fußtritt, den Armin Laschet bei seinem Auftritt vor der Presse nach seiner Nominierung zum Kanzlerkandidat der Union der Kanzlerin mitgab. Er sagte: „Es beginnt mit dem Ende der Amtszeit von Angela Merkel eine neue Zeit. Die zu gestalten, den Weg zu finden, wie wir uns inhaltlich und personell aufstellen, das ist die Aufgabe der Generation, die jetzt nachfolge. Und deshalb, wenn es kein ‘Weiter so‘ gibt, was meine feste Grund-Überzeugung ist, dann ist es auch richtig, dass eine Kanzlerin, die unser Land 16 Jahre erfolgreich durch viele Krisen geführt hat, nicht mitwirkt, was danach folgt.“ Das klingt fast schon so, als gäbe es Hoffnung auf eine Ent-Merkelisierung. Und in den großen Medien wurde es allenfalls eher beiläufig erwähnt –  obwohl es eigentlich die Schlagzeile hätte sein müssen. Gleichzeitig war es eine von ganz wenigen Aussagen Laschets mit Substanz. Sein Auftritt glich in vielem eher Psycho- bzw. Paar- oder Trauma-Therapie, weil er sich vorrangig erneut an Söder abarbeitete. Je mehr er die Zusammenarbeit lobte, umso deutlicher wurde zwischen den Zeilen, welche schlimmen Spuren der Machtkampf hinterlassen hat. Hier geht es zu meiner Übersetzung aus dem Laschetschen in Klartext. Viel Vergnügen mit dem Video!

Hier noch ein Auszug aus meinem aktuellen Wochenbriefing – Sie können es hier kostenlos und jederzeit widerrufbar:

Geschichte wiederholt sich nicht. Und es wäre absolut dumm und verrückt, die Sowjetunion der 1980er Jahre mit der Bundesrepublik der 2020er Jahre gleichzusetzen. Aber dennoch: wer aus der Geschichte lernen will, muss immer auch nach gewissen Parallelen suchen. Und leider leben auch wir heute in einer Situation, in der die politisch Verantwortlichen in vielerlei Hinsicht völlig überfordert wirken mit dem aktuellen Krisengeschehen. Auch wenn die Gründe, die zu dieser Entwicklung führten, grundverschieden sind: was Tschernobyl für die Sowjetunion war, könnte die Coronakrise für die Bundesrepublik und die EU werden. Auslöser von eruptionsartigen Prozessen, die zu völlig unvorhergesehenen Veränderungen führen und zu Neuerungen, die zuvor unvorstellbar waren. Wobei die Geschichte zeigt, dass diese in der Regel sehr schmerzhaft und mit schwerwiegenden Konsequenzen erfolgt. Ich hoffe sehr, dass ich mich irre mit meinen Befürchtungen.

Aktuell erleben wir eine Zeit, in der man fast täglich die Erfahrung macht, Dinge zu erleben, von denen man zuvor noch dachte, sie seien unvorstellbar. Jüngstes Beispiel: Durchsuchungsaktionen im Büro, Haus und Auto des Richters aus Weimar, der mit einer sensationellen Entscheidung die Masken- und Testpflicht an Schulen für rechtswidrig erklärt hatte. Nun wurde ihm sogar sein Handy abgenommen. Offiziell heißt es, der Anfangsverdacht der Rechtsbeugung liege vor. Hätte mir vorgestern jemand gesagt, dass so etwas möglich ist in einem Rechtsstaat – ich hätte es nicht für möglich gehalten. Was kommt als nächstes? Was erleben wir morgen? In einer Woche? In einem Monat? Und wie lange wird eine Mehrheit weiter die Augen verschließen und versuchen, sich selbst einzureden, alles sei doch okay?

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

Bild: Tagesschau/Youtube/Screenshot
Text: br

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