„Lasst unseren Vater in Frieden sterben und streut in diesem Haus nicht noch mehr Angst“ Wie ein todkranker AfD-Abgeordneter terrorisiert wird – und die Medien schweigen

Es ist eine unglaubliche Geschichte. Der Bundestagsabgeordnete Martin Hebner (AfD) liegt im Sterben, mit einem Hirntumor. Er hat offenbar nur noch wenige Tage zu leben.Und schon im fortgeschrittenen Krankheitsstadium und nun auch buchstäblich am Sterbebett wird er nach Angaben seiner Familie von der Antifa attackiert, ja terrorisiert. Die Polizei hat den Angaben der nächsten Verwandten zufolge von einer Anzeige abgeraten – mit dem Hinweis, das würde noch mehr Aggression bringen. Die Familie hat sich nun mit einem Appell an die Öffentlichkeit gewandet – voller Angst. Doch der Appell verhallt ungehört. Laut Google-News hat ihn kein einziges dort gelistetes Medium bisher aufgegriffen.

Ich gebe deshalb hier die Schilderung der Familie auf Facebook in voller Länge wieder. Ich kann sie nicht verifizieren, insbesondere nicht die Details, halte einer Familie in so einer Lage aber zu Gute, dass es wohl sehr unwahrscheinlich ist, dass so eine Geschichte nur ihrer Phantasie entspringt. Sie ist dann ein erschreckendes politisches Sittengemälde Deutschlands im Jahre 2021. Fakt ist nicht nur in diesem Falle: Wie unter dem Deckmantel der Bekämpfung von Hass und Hetze genau diese betrieben werden, ist erschreckend. Und ebenso, wie politisch motivierte Gewalt oft totgeschwiegen wird, wenn sie in einer bestimmten Richtung ausgeübt wird.

Martin Hebner

Unser Vater und Ehemann Martin Hebner wird sterben.

Es wird sich hier auch nurmehr um Tage handeln. Seinen nun etwas mehr als ein Jahr währenden Kampf gegen einen Hirntumor wird er verlieren. Die Situation in unserer Familie ist entsprechend mit Trauer erfüllt. Tatsächlich gab es nun auch in der näheren Vergangenheit Vorfälle, die diese Trauer auch mit Angst verbunden haben. Dabei geht es uns nicht um die Angst ein Familienmitglied zu verlieren. Wir haben Angst um unsere Mutter und unseren todkranken Vater seine letzten Tage unbehelligt zu verbringen.

Wir haben lange gehadert, diese Zeilen zu schreiben. Im Grunde ist uns jegliche Couleur der Politik in diesen Tagen vollkommen egal. In einer Situation wie dieser werden andere Themen wichtiger. Aber die letzten Attacken auf das Haus in dem ein Mensch im Sterben liegt, zwingen uns nun einen Apell zu veröffentlichen.

Zur Erklärung: es ist nun schon seit vielen Monaten bekannt, dass unser Vater einen Hirntumor hat und an diesem sterben wird. Dennoch lassen die Attacken auf ihn und sein Haus auch in den letzten Monaten nicht nach. Nachdem er seine erste Hirn-Operation überstanden hat und wieder erste Schritte selbstständig gehen konnte, wurde er am Abend auf offener Straße attackiert. Hierbei ging es nicht um schlichtes Pöbeln, sondern um einen Mann mit einem Knüppel, der auf einen von Krankheit gezeichneten Menschen einschlägt. Kommentar der Polizei war doch keine Anzeige zu erstatten, da dies zum einen wenig bringe und zum anderen im Zweifel zu noch mehr Aggression führen würde. Zu diesem Zeitpunkt hat sich unser Vater schon längst von jedweder politischen Bühne zurückgezogen. Wir haben es nicht öffentlich gemacht, da für uns Ruhe und Sicherheit viel wichtiger sind als ein Fingerzeig auf Teile unserer Gesellschaft.

Heute Nacht hatte mein Vater wieder mal Besuch von der Antifa. Unter den Fenstern eines sterbenden Menschen, wurden Warnungen mit dem Titel „warm anziehen“ und dem Konterfei einer dem schwarzen Block wahrscheinlich nahestehender Person an das Haus geklebt. Drohungen dieser Art mögen auf viele andere harmlos wirken. Auf Menschen, die Tag und Nacht neben dem Bett eines Sterbenden wachen, hat das eine ganz andere Wirkung. Drohungen dieser Art verbreiten Angst in einer Zeit, wo es möglich sein sollte, sich von einem Vater zu verabschieden. Es wird einem Menschen gedroht, der nun wahrlich auch für die Antifa kein Ziel mehr sein sollte.

Warum aber wird in unserer Gesellschaft so etwas toleriert? Warum erheben sich in so einer Situation keine Kollegen aus dem Bundestag auch anderer Parteien um Situationen wie diese anzuprangern. Steht die richtige Parteicouleur inzwischen über Werten, die eigentlich für jeden Mensch selbstverständlich sein sollten? Warum unterstützt die Exekutive hier nicht und rät stattdessen zur Untätigkeit? Was sind das für Menschen, die die Familie eines Sterbenden bedrohen und dem Sterbenden nicht ein paar letzte schmerzlose Tage lassen? Wo ist die empörte Reaktion von Medien?

Tatsächlich erhoffen wir keine Antwort auf unsere Fragen. Wir bitten aber um Eines: Lasst unseren Vater und Ehemann in Frieden sterben und streut in diesem Haus nicht noch mehr Angst.

 

Diejenigen, die selbst wenig haben, bitte ich ausdrücklich darum, das Wenige zu behalten. Umso mehr freut mich Unterstützung von allen, denen sie nicht weh tut!

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Bild: Shutterstock (Symbolbild)/Screenshot Website
Text: red


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